30.01.2008:   Rot-Weiss Essen - Hamburger SV - 0 : 3 (0 : 1)

Georg-Melches-Stadion, Essen

Tore: 0:1 van der Vaart (6.), 0:2 Trochowski (52.), 0:3 Olic (55.)

Zuschauer: 21.500 (ausverkauft)

       

Vor 21.500 Zuschauern im erstmals seit fast fünf Jahren wieder ausverkauften Georg-Melches-Stadion musste sich die ersatzgeschwächte Mannschaft von Trainer Heiko Bonan dem souverän auftrumpfenden Bundesliga-Tabellendritten Hamburger SV 0:3 (0:1) geschlagen geben. HSV-Star Rafael van der Vaart (6.), Nationalspieler Piotr Trochowski (52.) und Ivica Olic (55.) trafen für den Favoriten, der erstmals seit 1997 im Viertelfinale steht und weiter auf drei "Hochzeiten" (Meisterschaft, Pokal & UEFA-Cup) tanzt. Rot-Weiss dagegen kann sich nun ganz auf die Restrunde in der Liga konzentrieren, die am 16. Februar bei Rot Weiss Ahlen beginnt. Und ich besorge mir jetzt erstmal eine neue Kamera...

Der Sportplatz an der Hafenstraße - das heutige Georg-Melches-Stadion -  ist seit 1939 die Heimat von Rot-Weiss-Essen. Im Krieg fast vollständig zerstört, wurde das Stadion durch freiwillige Helfer mittels Schüppe und Hacke wieder hergestellt. 1956 erhielt es die erste Flutlichtanlage Deutschlands und die heute noch existierende Haupttribüne. Diese galt damals als eine der ersten modernen Tribünen in Europa und besaß in den 50er Jahren Vorbildcharakter für viele andere Stadien (nahezu komplett überdacht, mit Sauna und Fitnessbereich, Schwimmbad, medizinische Abteilung etc.). 1964 wurde es dann nach Georg Melches, dem Mitgründer von Rot-Weiss Essen, benannt. Aktuell fasst es 21.500 Zuschauer (4.000 überdachte Sitz- und 17.500 überdachte Stehplätze), die sich auf nur drei Tribünen verteilen da die alte Westkurve aufgrund von Baufälligkeit in den 90ern abgerissen wurde.

Und nachdem der DFB den Zuschlag für die Ausrichtung der Frauenfußball-WM 2011 erhalten hat, dürfte auch das Vorhaben, das Georg-Melches-Stadion um- bzw. auszubauen wieder an Fahrt gewonnen haben. Essen ist einer von zwölf potenziellen Spielorten. Aber noch rollen die Bagger nicht, um das angestrebte neue Stadion für RWE endlich zu bauen. Allerdings gab es am Mittwoch-Abend beim Match gegen den Bundesligisten Hamburger SV nach langen Jahren wieder den Service einer Anzeigentafel. Das 3,4 Meter breite und 1,8 Meter hohe „Ding“ in der Westkurve bietet nun zumindest wieder den Spielstand und die Spielzeit.

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