31.05.2008:   Rot-Weiss Essen - VfB Lübeck - 0 : 1 (0 : 0)

Georg-Melches-Stadion, Essen

Tore: 0:1 S. Müller (88.)

Zuschauer: 18.027

 

Rot-Weiss Essen hat den fast schon sicher geglaubten Klassenerhalt doch noch verpatzt. Im letzten Heimspiel der Saison gegen den bereits abgestiegenen VfB Lübeck hätte ein Sieg zum Sprung in die neue dritte Bundesliga gereicht, aber die Essener zeigten wieder einmal Nerven und unterlagen trotz einer Vielzahl von guten Möglichkeiten durch ein spätes Tor mit 0:1 (0:0). Sieger im Fernduell um den 10. Platz war letztlich die Braunschweiger Eintracht, die durch einen 2:0 Erfolg gegen die Reserve des BVB doch noch die Qualifikation für die neue 3.Liga schaffte. Für das Team von der Hafenstraße wiederholt sich somit nach genau zehn Jahren der Supergau, als Zweitliga-Absteiger direkt in die vierte Liga durchgereicht zu werden. Und man kann nur hoffen, dass die zukünftigen Verantwortlichen den Neuanfang diesmal konsequenter angehen. Besonders im Hinblick auf die gerade erst wieder aufkeimende Chance für den so dringend benötigten Stadionneubau…

       

Der Sportplatz an der Hafenstraße - das heutige Georg-Melches-Stadion - ist seit 1939 die Heimat von Rot-Weiss-Essen. Im Krieg fast vollständig zerstört, wurde das Stadion durch freiwillige Helfer mittels Schüppe und Hacke wieder hergestellt. 1956 erhielt es die erste Flutlichtanlage Deutschlands und die heute noch existierende Haupttribüne. Diese galt damals als eine der ersten modernen Tribünen in Europa und besaß in den 50er Jahren Vorbildcharakter für viele andere Stadien (nahezu komplett überdacht, mit Sauna und Fitnessbereich, Schwimmbad, medizinische Abteilung etc.). 1964 wurde es dann nach Georg Melches, dem Mitgründer von Rot-Weiss Essen, benannt. Aktuell fasst es 21.500 Zuschauer (4.000 überdachte Sitz- und 17.500 überdachte Stehplätze), die sich auf nur drei Tribünen verteilen, da die alte Westkurve aufgrund von Baufälligkeit in den 90ern abgerissen wurde.

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