09.12.2009:   VfB Stuttgart - FC Unirea Urziceni - 3 : 1 (3 : 0)

Mercedes-Benz Arena, Mercedesstraße 87, 70372 Stuttgart

Tore: 1:0 Marica (5.), 2:0 Träsch (8.), 3:0 Pogrebnyak (11.), 3:1 Semedo (46.)

Zuschauer: 37.000

Food: Diesmal war genügend Zeit zum Besuch des PSV-Vereinsheims hinter der ehemaligen Untertürkheimer Kurve und den Genuss der „Roten“ (einer beliebten Bratwurst aus dem Stuttgarter Raum, bei der das Brät aus Schweinefleisch und Speck besteht). Und für die trockene Kehle gab es Hefekaltschalen einer ortsansässigen Hofbrauerei…

     

Durch einen Blitzstart und zehn Minuten vom Feinsten hat sich der VfB Stuttgart gegen streckenweise harmlose Rumänen doch noch für das Achtelfinale der Champions League qualifiziert. Im Spiel eins nach Markus Babbel war in der Anfangsphase jeder Schuss ein Treffer und bevor die Gäste überhaupt richtig warm waren, stand es bereits 3:0 für das Team um den neuen Coach Christian Gross. Nach dem Seitenwechsel kam Urziceni vorübergehend besser ins Spiel, erzielte direkt den Anschlusstreffer durch Semedo, versäumte es danach aber, gegen nun wieder verunsicherte Schwaben nachzulegen. In der Folgezeit entwickelte sich ein munteres Spielchen mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten, so dass es am Ende auch durchaus 6:2 hätte ausgehen können. Dass es letztlich beim 3:1 blieb, war der mangelnden Chancenauswertung und den beiden exzellenten Torhütern zu verdanken.

       

Die heutige Mercedes-Benz Arena hat eine durchaus bewegende Geschichte zu erzählen: 1933 als Adolf-Hitler-Kampfbahn erbaut, trug es von 1945 bis 1949 den Namen Century Stadium/Kampfbahn, von 1949 bis 1993 hieß es kurz Neckarstadion, wurde dann in Gottlieb-Daimler Stadion umbenannt und heißt nun seit März 2008 Mercedes-Benz Arena. Den letzten großen Umbau erfuhr das kombinierte Leichtathletik- und Fußballstadion zwischen 1999 und 2005. In dieser Zeit wurde der zweite Rang der Haupttribüne abgerissen und durch einen neuen Oberrang ersetzt. Zwischen beiden Rängen befinden sich heute auch 44 der inzwischen obligatorischen Logen. Vor der Haupttribüne wurden ebenfalls ein Vorgebäude mit gastronomischen Einrichtungen und ein Parkhaus errichtet. In einem weiteren Bauabschnitt erhielt das Stadion unter anderem einen Oberrang für die Gegentribüne sowie zwei neue Anzeigetafeln. Bis zur letzten Saison betrug das Fassungsvermögen damit bei Bundesligaspielen 55.800, bei internationalen Spielen rund 53.000 Zuschauer. Doch seit der Sommerpause wird im „Ländle“ wieder „geschafft“: Das Spielfeld wurde um 1,30 Meter tiefer gelegt, die markante grüne Leichtathletiklaufbahn ist verschwunden und die komplette Untertürkheimer Kurve wurde abgerissen. Gleichzeitig erfolgte die Erweiterung der Haupttribüne um 5 neue Sitzreihen mit 1.360 und der Gegentribüne um sechs neue Reihen mit 1.560 Plätzen. Bis zur Fertigstellung des nun begonnenen Neubaus der Untertürkheimer Kurve zum Start der Saison 2010/11 verringert sich die Kapazität der Mercedes-Benz Arena damit auf rund 42.300 Fans. Und der Zuschauerrekord für die Ewigkeit datiert übrigens aus dem Jahre 1950, als im Stadion das erste deutsche Nachkriegs-Länderspiel gegen die Schweiz von rund 103.000 Zuschauern gesehen wurde.

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