30.12.2009:   KV Mechelen - Royal Charleroi Sporting Club - 1 : 0 (0 : 0)

Argosstadion Achter de Kazerne, Kleine Nieuwedijk 53, 2800 Mechelen (BE)

Tore: 1:0 Aloys Nong (78.)

Zuschauer: 11.231

Food: Chili-Burger mit gebratenen Zwiebeln und Curry-Ketchup - köstlich...

     

Und zum Abschluss des Jahres 2009 noch ein Highlight: Nachdem der zuerst geplante Besuch der Partie des KVC Westerlo gegen Excelsior Mouscron am Konkurs der Gäste scheiterte, ging es nach Mechelen in das Argosstadion Achter de Kazerne - die Heimat des ehemaligen Europapokal-Siegers KV Mechelen (1988 Sieger im Europapokal der Pokalsieger durch ein 1:0 gegen Ajax Amsterdam). Nach knapp abgewendetem Konkurs und Zwangsabstieg in die Derde Klasse im Jahre 2002 spielt der Club zwar heute in der Jupiler Pro League nur eine Nebenrolle und der letzte Sieg datierte bis dato vom 18. Oktober, nichts desto trotz sind Kult, Tradition und Fankultur hier keine Fremdwörter....

Trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt, viel Nass von oben und anfänglichem Bodennebel aus dem Gästeblock entwickelte sich ein recht munteres und ausgeglichenes Spiel, in dem die Gäste in der ersten Hälfte ein kleines Chancenplus verbuchen konnten. Nach dem Wechsel erhöhte der KV Mechelen jedoch den Druck, kam immer besser ins Spiel und erzielte kurz nach dem Platzverweis gegen den Charleroi-Spielers Habibou durch Aloys Nong - bezeichnenderweise mit dem Knie - das goldene Tor des Tages. Die Gäste bemühten sich danach zwar um den Ausgleich, spätestens nach der zweiten roten Karte - diesmal für Guedioura - war die Partie aber endgültig gelaufen und das Heimteam konnte die ersten drei Punkte nach 7 sieglosen Spielen feiern.

       

Das Argosstadion Achter de Kazerne - vormals auch Veoliastadion genannt und inmitten eines Wohngebietes gelegen - bietet bei einem Fassungsvermögen von 13.123 Zuschauern ein durchaus sehenswertes Sammelsurium von Tribünen verschiedener Baustile und Epochen: Eine relativ neue VIP-Tribüne mit Glasfront und einigen vorgelagerten Sitzreihen, die sich allerdings nur über etwa 60 % der einen Hintertorseite zieht, eine Haupttribüne mit Logen im oberen Bereich - vermutlich aus den 50er Jahren, eine kleine doppelstöckige Tribüne mit Stehplätzen im Unter- und Sitzplätzen im Oberrang hinter dem zweiten Tor und eine große überdachte Stehtribüne, welche sich Heim- und Gästefans - nur durch einen schmalen Streifen getrennt - teilen. Und eigentlich findet man sogar noch eine fünfte Tribüne - eine Art überdachte Behelfstribüne mit Sitzplätzen, die den Raum zwischen der Gegengeraden und der doppelstöckigen Hintertortribüne ausfüllt. Dazu gibt es die für Belgien typischen Gitterrohrmasten und eine kleine Videowand neben dem Gästeblock. Insgesamt ein tolles, kompaktes und stimmungsvolles Stadion, dessen Art leider immer mehr ausstirbt.       

Zurück