16.05.2009:   Hertha BSC Berlin - FC Schalke 04 - 0 : 0

Olympiastadion, Olympischer Platz 3, 14053 Berlin

Tore: Fehlanzeige

Zuschauer: 72.244 (ausverkauft)

Food: Da es die berühmte Berliner Currywurst schon auf dem Ku'damm gab,
fiel die Wahl nach dem Spiel auf ein leckeres Hot Dog...

   

Unter dem Motto "Wir geben Gas" ging es am Samstag Morgen gegen 2 Uhr vom Clubheim des Schalker Fan-Club Verbandes auf den Weg zum letzten Auswärtsspiel der Knappen in dieser Saison. Die Stimmung war trotz der fortgeschrittenen Stunde ausgezeichnet und so war es nicht verwunderlich, dass die "18" bereits kurz vor Kamen zum ersten Mal nach Istanbul fuhr. Und bei Hamm wurde auch (nicht zum letzten Mal) Joanna - dem Luder, der Dreck... - gehuldigt. Bis zum Erreichen des Bahnhof Zoo gegen 9 Uhr war so ziemlich die gesamte Palette abgearbeitet und der 33. Spieltag der Saison 2008/09 wurde mit einem zünftigen Frühstück in einem türkischen Cafe eingeleitet. Nach dem obligatorischen Kulturteil mit Besuch der Gedächtniskirche folgte ein kurzer Abstecher zur bekannten Fußballkneipe "Hanne am Zoo" und zurück ging es Richtung Gedächtniskirche - inzwischen fest in rot-weißer Hand. Allerdings waren es diesmal keine Unioner wie noch 2001, sondern Massen von Gewerkschaftern, die mal wieder den Kapitalismus abschaffen wollten. Angenehme Nebenerscheinung - an den "roten" Bierbuden gab es den halben Liter Berliner Kaltschale erheblich günstiger als im nächstgelegenen Biergarten. Und gegen Mittag ging es dann endlich zur Heimat der alten Dame... 

         

Das Spiel im ausverkauften Berliner Olympiastadion ist im Gegensatz zur Anreise relativ schnell erzählt. Nachdem der Schlager-Dino Frank Zander (ja, der lebt immer noch...) den erwartungsfrohen Berliner Fans eingeheizt hatte, zeigten zwei schwache Mannschaften ein mittelmäßiges Spiel, in dem die Knappen zwar mehr Ballbesitz hatten, letztlich aber nur mit viel Glück und einem klasse Manuel Neuer einen Punkt mitnahmen und so Herthas Traum von der Schale zerstörten. Der Hauptstadt-Club scheiterte letztlich an seiner Nervosität und der schlechten Chancenverwertung - allein Pantelic vergab dabei zwei sogenannte  Hundertprozentige. Immerhin Chancen - ein Kevin Kuranyi dagegen genoss den schönen Nachmittag und köpfte in der 80. Minute erstmals auf das Berliner Tor...

       

Das Berliner Olympiastadion wurde von 1934 bis 1936 für die Olympischen Sommerspiele 1936 nach Plänen des Architekten Werner March erbaut und gemeinsam mit den Spielen am 1. August 1936 eröffnet. Es ist Teil des auf großen Sichtachsen aufgebauten Olympiageländes (ehemals Reichssportfeld), zu dem auch Sportforum, Olympia-Hockeystadion, Reitstadion und Olympia-Schwimmstadion gehören. Die Konzeption der Anlage ist geprägt durch die Monumentalarchitektur des NS-Regimes, für die das Olympiastadion noch heute als typisches Beispiel gelten kann. Zur damaligen Zeit besaß das Stadion ein Fassungsvermögen von 100.000 Zuschauern. Nach dem zweiten Weltkrieg, den das Stadion mehr oder weniger gut überstand, wurde es zuerst von den britischen Besatzungstruppen genutzt, jedoch 1949 an die Stadt zurückgegeben. Danach erfolgte zwar eine Beseitigung der Kriegsschäden, die erste große Renovierung erfuhr das Olympiastadion jedoch erst zur Fußball-WM 1974. Hierbei wurden auch die beiden Längsseiten mit einer Überdachung versehen. Und erst in den Jahren 2000 - 2004 wurde das Olympiastadion dann unter Beibehaltung des Sportbetriebs für die Fußball-WM 2006 grundlegend umgebaut und modernisiert. Dabei wurde die Spielfläche um einige Ränge abgesenkt, das Stadion erhielt sein alle Ränge überspannendes Dach und die auffällige blaue Tartanbahn (auf Wunsch und Kosten des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC in dessen Vereinsfarben). Gleichzeitig verschwanden die hässlichen 1967 errichteten Flutlichtmasten und die Strahler wurden in die Dachkonstruktion integriert. Seit dem Abschluss der Bauarbeiten fasst das Stadion jetzt bei Bundesligaspielen maximal 74.244 Zuschauer und besitzt den von der UEFA verliehenen Status eines Fünf-Sterne-Stadions.

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