17.10.2009:   VfB Annaberg 09 – SV Cainsdorf - 2 : 2 (2 : 1)

Kurt-Löser-Sportplatz, Parkstraße 4a, 09456 Annaberg-Buchholz

Tore: 1:0 (5.), 2:0 (15.), 2:1 (30.), 2:2 (70.)

Zuschauer: 20 (bei freiem Eintritt)

Food: Fehlanzeige - dafür war Glühwein im Klubhaus angesagt...

       

Erstens kommt es anderes, und zweitens als man denkt. Denn geplant war für den Nachmittag eigentlich der Besuch der Partie Příbram – Teplice in der der ersten tschechischen Liga, der so genannten Gambrinus Liga. Aufgrund des unerwarteten Wintereinbruchs entschieden wir uns jedoch für die alternativ geplante Partie des Chemnitzer FC gegen Tennis Borussia Berlin, die aber dann ebenfalls abgesagt wurde. Da uns diese Info jedoch erst über das Lokalradio nach der Überquerung des verschneiten Erzgebirges bei Oberwiesenthal erreichte, war Sachsen kurzzeitig in Not. Zum Glück jedoch entdeckten wir auf der Fahrt durch Annaberg-Buchholz aber einen Platz abseits der Hauptstraße, auf dem sich einige Spieler warmliefen. So wurde kurzerhand dieser Platz angesteuert und tatsächlich fand hier auf der Anlage des VfB Annaberg 09 – bei geschlossener Schneedecke und lausigem Wind – ein Spiel der B-Junioren Bezirksliga (Bezirk Chemnitz) zwischen dem VfB Annaberg und dem SV Cainsdorf statt. Eine Handvoll Zuschauer – mehrheitlich Eltern – sahen eine durchaus interessante Partie, die am Ende leistungsgerecht 2:2 endete. Die Hausherren gingen dabei schnell in Führung, die Gäste kamen jedoch im Laufe der Partie immer besser mit den widrigen Bedingungen klar und hätten das Spiel aufgrund der Vielzahl an Chancen am Ende eigentlich gewinnen müssen.

       

Der heutige Kurt-Löser-Sportplatz - bis 1999 "Kampfbahn" – ist benannt nach dem 1935 ermordeten Annaberger Antifaschisten Kurt Löser. Er liegt direkt an der B 95 und ist schon seit 1909 die Heimat des VfB Annaberg, der in seiner hundertjährigen Geschichte – oder besser in den 41 Jahren eines gewissen Arbeiter- und Bauernstaats - auch schon „Einheit“, „Konsum“, „Wismut“, „Medizin“ und „BSG Motor“ Annaberg hieß. 1987 erhielt die Anlage ihren ersten Rasenplatz und zum hundertsten Geburtstag erfolgte 2008 dann eine grundlegende Renovierung des Sportplatzes. Dabei erhielt das Areal für rund 1,6 Millionen Euro einen modernen Kunstrasen, Flutlicht, eine kleine überdachte Sitztribüne mit 250 Schalensitzen in den Stadtfarben Blau und Gelb, neue Stufen auf der Gegengeraden und eine kleine Anzeigetafel. Das Fassungsvermögen dieser sehr gelungenen Anlage dürfte seitdem bei rund 3.000 Zuschauern liegen.

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