01.11.2009:   Vogelheimer SV - SV 19 Sevelen - 0 : 1 (0 : 0)

Sportplatz am Kaiserpark, Stankeitstraße 26, 45326 Essen

Tore: 0:1 Mark Helmes (50.)

Zuschauer: ca. 400

Food: Nach lecker Frühstück (während der 3. Halbzeit im Clubheim des Schalker Fan-Club
Verbandes) und Kuchen bei Mutti, war dafür heute kein Platz mehr…

     

Trotz deutlicher Überlegenheit ist der Vogelheimer SV im Achtelfinale des Niederrheinpokals gegen den SV 19 Sevelen ausgeschieden. Im Duell der beiden Bezirksligisten auf der Anlage des BV Altenessen (der Platz der Vogelheimer erhält gerade einen neuen Kunstrasen) hätte das „Heimteam“ allerdings bereits zur Halbzeit die Führung erzielen können, wenn nicht sogar müssen. Denn man war nicht nur die klare bessere Mannschaft, man hatte auch ein halbes Dutzend dicke Chancen, die aber allesamt vergeben wurden. Und auch nach dem überraschenden Führungstreffer der Gäste (50.) hätten die Tore auf Vogelheimer Seite fallen müssen. Fast die ganze zweite Halbzeit spielte sich die Partie nur in der Hälfte der Gäste ab, doch entweder ein Abwehrbein oder der gute SVS-Torhüter verhinderten den Ausgleich. So platzte der Traum vom Viertelfinale und einem Duell mit dem NRW-Ligisten 1. FC Kleve auf der neuen Vogelheimer Platzanlage wie ein Seifenblase...

       

Der Sportplatz am Kaiserpark ist eigentlich die Heimat des Traditionsvereins BV Altenessen 06, dem es als erstem Arbeiterverein - noch vor Schalke 04 und lange vor Borussia Dortmund oder gar Rot Weiß Essen - gelang, in den Leistungsbereich der bürgerlichen "Lackschuhvereine" einzubrechen und somit die Entwicklung des Fußballsports im Ruhrgebiet entscheidend mitzuprägen. Wie viele andere konnte aber auch der BVA das Leistungsvermögen der Gründerjahre nicht halten und so begann - nach einem letzten Intermezzo in der höchsten Amateurspielklasse 1975/76 - ein sportlicher Abstieg, der den Verein heute bis in die Kreisliga B Essen Nord/West, Gruppe 2, geführt hat. Dem BVA bereits vor dem ersten Weltkrieg durch die damalige Bürgermeisterei Altenessen (Altenessen war bis 1915 noch eigenständig) zugewiesen, erfolgte der Ausbau des Sportplatzes zu einem richtigen Stadion allerdings erst im Jahre 1925 (Gegner im Eröffnungsspiel am 22. August 1925 war damals kein geringerer als die Mannschaft von Real Sociedad San Sebastián). Wie viele andere Anlagen im Ruhrgebiet, war der Platz nach dem 2. Weltkrieg völlig unbespielbar, Bomben hatten für riesige Trümmerhaufen gesorgt, die Tribüne war zerstört und nur durch den unermüdlichen Einsatz der Vereinsmitarbeiter konnte der Platz wieder in einen bespielbaren Zustand gebracht werden. Heute ist vom früheren Glanz nicht mehr viel zu erkennen: Zwar ist der ehemalige Eingangsbereich mit den Kassenhäuschen noch vorhanden, wird aber nicht mehr genutzt. Und die Kapazität der Anlage beträgt nur noch rund 2.500 Zuschauer, von denen ca. 500 ihren Platz auf der überdachten Sitztribüne finden. Die weiteren Besucher verteilen sich auf die Stufen links und rechts der Tribüne sowie auf die Gegengerade mit ihren 2 Stufen. Aber es gibt auch Positives zu vermelden: In den letzten Jahren entstand auf dem Gelände eine Soccerhalle und aktuell steht man kurz vor der Fertigstellung eines neuen Jugendheims.

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