16.02.2010: VfL Bochum 1848 II – SV Waldhof Mannheim - 0 : 1 (0 : 1)

rewirpowerSTADION Bochum, Castroper Straße 145, 44791 Bochum

Tore: 0:1 Bauder (43.)

Zuschauer: 387

Food: Die gute alte Stadion-Bratwurst - heute mal geschnitten und in lecker Currysauce verpackt…

       

Da scheinbar im ganzen Universum kein anderes Spiel zu finden war, ging es an diesem unangenehm kalten Dienstagabend zur Regionalliga Partie des „kleinen“ VfL. Oder sagt man vielleicht doch besser zu den Amateuren des VfL Bochum? Denn wirklich „groß“ ist die erste Mannschaft des VfL ja eigentlich auch nicht... ;-) Auf jeden Fall spielten diese Amateure gegen den SV Waldhof Mannheim und da das Wattenscheider Lohrheidestadion auch im zweiten Anlauf als Spielstätte ausfiel, wurde das Match kurzerhand ins Bochumer Revierdingsstadion verlegt. Und immerhin verteilten sich sage und schreibe 387 (zahlende?) Zuschauer auf die beiden geöffneten Tribünen (wahrscheinlich reicht die Tageseinnahme nicht mal für die Stromkosten…). Und auch das Spiel passte nahtlos in die Kombination aus schlechtem Wetter und fehlendem Zuschauerinteresse. Denn in einem mehr als mäßigen und an Höhepunkten armem Spiel errang der SV Waldhof letztlich nicht mal unverdient drei immens wichtige Punkte gegen den drohenden Abstieg. Patrick Bauder erzielte in der 43. Minute den goldenen Treffer für die Waldhof-Buben, die durch diesen Sieg vorübergehend von Platz 17 auf Platz 10 klettern. Bochum dagegen kann die vagen Aufstiegschancen nun endgültig abhaken.

Bereits 1921 errichteten Mitglieder des damaligen TuS Bochum 1848 an der Castroper Straße eine erste Fußballanlage, die mit einem Spiel des TuS gegen den Düsseldorfer SC 1899 eröffnet wurde. Wie viele andere Sportanlagen im Revier fiel aber auch diese den Zerstörungen des zweiten Weltkrieges zum Opfer und so wurde der bis dahin schlichte Fußballplatz ab 1945 als Fußball- und Leichtathletikstadion mit einer Sitzplatztribüne wieder aufgebaut. In den folgenden 34 Jahren erlebten Aktive und Fans im Stadion an der Castroper Straße den sportlichen Aufstieg des 1938 gegründeten VfL Bochum bis in die 1. Bundesliga. Mit dem Aufstieg wurde aber auch der Ruf laut, das inzwischen veraltete Stadion zu modernisieren. Und so entstand dann zwischen März 1976 und Juli 1979 das Bochumer „Ruhrstadion“ in seiner heutigen Form, eingeweiht am 21. Juli 1979 mit einem Spiel des VfL Bochum gegen die SG Wattenscheid 09. Aktuell verfügt es nur noch über 30.748 überdachte Plätze (14.489 Steh- und 16.259 Sitzplätze), obwohl die ursprüngliche Kapazität des Stadions sogar einmal 49.522 Zuschauerplätze betrug. Allerdings verringerte sich die Kapazität durch zahlreiche Umbauten in den letzten Jahren mehr und mehr - zuletzt mußte der Stehplatzbereich H2 dem "Bobbis Familienblock" weichen... Seit Beginn der Saison 06/07 trägt das ehemalige Ruhrstadion übrigens den Namen rewirpowerSTADION. Wie in vielen anderen Fällen, wird auch diese Umbenennung von der Fanszene heftig kritisiert. Die letzte große Baumaßnahme war die Errichtung des sechsgeschossigen Stadioncenters 2003. Diese recht gelungene Konstruktion bietet neben Räumen für Personal, Mannschaft und medizinische Versorgung auch Platz für etwa 600 VIPs. Auf die "normalen" Fans warten im Erdgeschoss Gastronomie, Ticket-Service und der offizielle VfL-Fanshop.

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