31.07.2010: SC Verl 1924 - SC Preußen Münster - 1 : 4 (0 : 1)

Stadion an der Poststraße, Poststraße 10, 33415 Verl

Tore: 0:1 Güvenisik (8.), 1:1 Arifi (57.), 1:2 Chitsulo (64.), 1:3 Güvenisik (67.), 1:4 Bourgault (87.)

Zuschauer: 750

Food: Gechmackvolle Currywurst mit etwas krossen Pommes...

     

Im heutigen Endspiel des Westfalenpokals 2009/10 – je nach Blickwinkel das letzte Pflichtspiel der abgelaufenen oder das erste Spiel der neuen Saison – kam es eine Woche vor dem Start der neuen Saison in Verl zum westfälischen Klassiker zwischen den beiden Regionalligisten SC Verl und SC Preußen Münster. Und auch wenn es heute um einen „richtigen“ Titel ging, so fehlte doch schon ein wenig der Reiz, da beide Mannschaften längst für den DFB-Pokal qualifiziert waren (im Gegensatz z.B. zum Niederrhein, wo nur der Pokalsieger die dicke Einnahme der ersten Hauptrunde im DFB-Pokal einplanen kann). Dementsprechend fanden sich auch gerade einmal 750 Zuschauer – davon ca. 250 aus Münster - im Stadion an der Poststraße ein, um dieses Match zu sehen. Und die wenigen, die gekommen waren, sahen auch noch eine mäßige erste Hälfte, die mit dem 0:1 für Münster auch nur einen wirklichen Höhepunkt hatte. Bezeichnenderweise war dieses Tor das Resultat eines groben Schnitzers des Verler Torhüters, der erst in Weltklassemanier einen Angreifer ausspielte und dann dem Zweiten den Ball als Geschenk vor die Füße spielte. Dieser brachte den Ball dann sicher im leeren Tor unter. Erst in der zweiten Halbzeit nahm das Spiel etwas mehr Fahrt auf, die optisch überlegenen Gastgeber kamen doch irgendwie überraschend zum Ausgleich und gingen dann aber trotzdem unter. Grund war ein Doppelschlag der ehemaligen Essener Chitsulo (64.) und Güvenisik (67.), von dem sich der SC Verl nicht mehr erholte. Danach tat sich bis zur endgültigen Entscheidung durch Bourgault nicht mehr viel und wohl alle Akteure waren froh, dass der Schiri die Partie kurz danach auch abpfiff. Preußen Münster gewinnt den Westfalenpokal damit zum dritten Mal in Folge und freut sich nun auf den Saisonauftakt beim Wuppertaler SV am kommenden Freitag.

       

Das Stadion an der Poststraße entstand im Jahre 1994 nach der Qualifikation des SC Verl für die Regionalliga West-Südwest anstelle des alten gleichnamigen Stadions. Ursprünglich für weniger Zuschauer ausgelegt, erfolgte im Jahre 2008 der Ausbau auf die vom DFB für die Regionalliga geforderten 5.000 Plätze durch eine Aufstockung der vorhandenen Stehtraversen. Die Kapazität beträgt nun genau 5.001 Zuschauer, wobei allein die kleine überdachte Sitztribüne – diese erstreckt sich über eine komplette Längsseite - 1.000 Plätze bietet. Die drei anderen Seiten müssen mit unüberdachten Stehtraversen auskommen und die einzige Besonderheit ist die Einteilung der Gegengeraden in drei Blöcke, wodurch man den Gästebereich - je nach dem Anteil der mitgereisten Fans – Richtung Mittellinie vergrößern kann. Flutlicht und Anzeigetafel – Fehlanzeige, dafür ein dickes Plus für die großzügig ausgelegte Gastronomie.

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