22.10.2010: Hertha BSC Berlin – SpVgg. Greuther Fürth - 2 : 0 (0 : 0)

Olympiastadion, Olympischer Platz 3, 14053 Berlin

Tore: 1:0 Domovchiyski (76.), 2:0 Raffael (90.)

Zuschauer: 39.274

Food: Heute war die Riesencurrywurst im Innenraum fällig. Testurteil - lecker....

       

Zum Ausklang der Herbstferien durfte sich der Sohnemann eine deutsche City sowie ein Spiel seiner Wahl wünschen und entschied sich dabei für Berlin und das Topspiel des 9. Spieltages in der zweiten Bundesliga. Hier traf der Tabellenführer Hertha BSC am Freitagabend im Berliner Olympiastadion auf den Zweiten Greuther Fürth. Und knapp vierzigtausend Zuschauer sahen dabei eine äußerst interessante Partie, in der eine deutlich überlegene Hertha-Elf zahlreiche hochkarätige Chancen ausließ und bis zur  76. Minute brauchte, ehe Domovchiyski den längst überfälligen Führungstreffer erzielte. Als die Gäste aus Fürth dann alles nach vorne warfen, gelang Raffael mit dem Schlusspfiff sogar noch das 2:0. Hertha baute damit - bei nun 23 Punkten - die Tabellenführung auf bereits vier Zähler aus. 

       

Das Berliner Olympiastadion wurde von 1934 bis 1936 für die Olympischen Sommerspiele 1936 nach Plänen des Architekten Werner March erbaut und gemeinsam mit den Spielen am 1. August 1936 eröffnet. Es ist Teil des auf großen Sichtachsen aufgebauten Olympiageländes (ehemals Reichssportfeld), zu dem auch Sportforum, Olympia-Hockeystadion, Reitstadion und Olympia-Schwimmstadion gehören. Die Konzeption der Anlage ist geprägt durch die Monumentalarchitektur des NS-Regimes, für die das Olympiastadion noch heute als typisches Beispiel gelten kann. Zur damaligen Zeit besaß das Stadion ein Fassungsvermögen von 100.000 Zuschauern. Nach dem zweiten Weltkrieg, den das Stadion mehr oder weniger gut überstand, wurde es zuerst von den britischen Besatzungstruppen genutzt, jedoch 1949 an die Stadt zurückgegeben. Danach erfolgte zwar eine Beseitigung der Kriegsschäden, die erste große Renovierung erfuhr das Olympiastadion jedoch erst zur Fußball-WM 1974. Hierbei wurden auch die beiden Längsseiten mit einer Überdachung versehen. Und erst in den Jahren 2000 - 2004 wurde das Olympiastadion dann unter Beibehaltung des Sportbetriebs für die Fußball-WM 2006 grundlegend umgebaut und modernisiert. Dabei wurde die Spielfläche um einige Ränge abgesenkt, das Stadion erhielt sein alle Ränge überspannendes Dach und die auffällige blaue Tartanbahn (auf Wunsch und Kosten des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC in dessen Vereinsfarben). Gleichzeitig verschwanden die hässlichen, 1967 errichteten Flutlichtmasten und die Strahler wurden in die Dachkonstruktion integriert. Seit dem Abschluss der Bauarbeiten fasst das Stadion jetzt bei Bundesligaspielen maximal 74.244 Zuschauer und besitzt den von der UEFA verliehenen Status eines Fünf-Sterne-Stadions.

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