28.10.2010: SpVgg Gerthe 1911 - TuS Heven 09/67 - 2 : 2 (0 : 1, 1 : 1) n.V. 3 : 6 i.E.

Kampfbahn "Am Ehrenmal", Heinrichstr. 44, 44805 Bochum-Gerthe

Tore: 0:1 Nyenhuis (45.), 1:1 (63.), 1:2 Zimmer (106.), 2:2 (117.)

Zuschauer: 25

Food: Durchaus genießbare Bratwurst vom E-Grill

   

In der dritten Runde des Moritz-Fiege-Fußball-Cup – oder besser des DFB-Pokals auf Kreisebene – stand an diesem Abend im Kreis Bochum das Match des A-Ligisten SpVgg Gerthe 1911 gegen den Landesligisten und klaren Favoriten TuS Heven 09/67 auf dem Programm. Doch die wenigen Zuschauer rieben sich bereits zu Beginn verwundert die Augen, denn die Gastgeber spielten nicht nur munter mit, sondern waren sogar die bessere Mannschaft. Dass die Gäste aus Witten dennoch mit dem Pausenpfiff in Führung gingen, war eher Glücksache. Nach dem Wechsel änderte sich nichts an den Spielanteilen und da die SpVgg Gerthe nach 63 Minuten zum verdienten Ausgleich kam, ging es in die Verlängerung. Dort gelang den Gästen abermals die Führung, die man aber wieder nicht über die Zeit retten konnte und somit musste ein Elfmeterschießen die Entscheidung bringen. Hier war dann allerdings der Landesligist klar dominierend, alle Schützen trafen und da Torwart Lichottka zwei Elfer parierte, blieb die Sensation am Ende doch aus und der TuS Heven steht in der vierten Runde des Kreispokals. Gegner ist dann die SpVgg Witten 92/30, die sich beim SV Steinkuhl mit 3:2 durchsetzen konnte.

       

Die Kampfbahn am Ehrenmal ist bereits seit den 30er Jahren die Heimat der SpVgg Gerthe 1911 und Teil einer umfangreichen Sportanlage mit Turnhalle, Tennisplätzen, Schießstand, Kindergarten und eben dem Namensgeber des Ganzen – dem „Krieger-Ehrenmal“ Gerthe (dazu unten mehr). Der Sportplatz mit einem Fassungsvermögen von ca. 3.000 Zuschauern verfügt neben mehreren Kassenhäuschen, Stehtraversen auf beiden Längsseiten auch über eine Rasenkurve, einen überdachten Unterstand für die Gastronomie, Flutlicht und einen Kunstrasen (einen der Ersten im Kreis Bochum, entstanden Ende der 90er Jahre). Umgeben ist das Spielfeld von einer Aschelaufbahn. Aktuell entsteht darüber hinaus in Eigenleistung ein neues Vereinsheim im Bereich des Eingangs. Umgezogen wird sich übrigens in den Räumlichkeiten der nahe gelegenen Turnhalle.

Das ursprüngliche Ehrenmal - eine bronzene Statue zur Erinnerung an die 325 im 1. Weltkrieg gefallenen Soldaten aus Gerthe, Hiltrop und Harpen - wurde am 20. September 1930 auf dem früheren Aufmarschplatz vor der Gerther Turnhalle eingeweiht, im Jahre 1943 jedoch, fast unbemerkt von der Gerther Öffentlichkeit, vom Sockel geholt, nach Düsseldorf gebracht und eingeschmolzen. Zu dieser Zeit ein weit verbreitetes Schicksal für Denkmäler, da der von einigen Verblendeten ausgerufene „Totale Krieg" die Umwandlung allen verfügbaren Materials in Waffen und Kriegsgerät erforderte. Als Ersatz wurde nach dem Krieg zuerst an gleicher Stelle ein würfelförmiger Klotz aus Muschelkalk aufgestellt, der dann jedoch im Jahre 1999 dem heute etwas abseits aufgestellten Felsklotz weichen musste...

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