16.12.2010: Bayer 04 Leverkusen - Club Atlético de Madrid - 1 : 1 (0 : 0)

BayArena, Bismarckstraße 122-124, 51373 Leverkusen

Tore: 1:0 Helmes (69.), 1:1 Fran Merida (72.)

Zuschauer: 18.093 (bei knapp 27.000 verkauften Tickets)

Food: Sehr empfehlenswerte Currywurst mit Pommes...

   

300 Kilometer Stau allein in NRW, zahlreiche Unfälle, verspätete Bahnen und ausgefallene Flüge – Tief Petra sorgte mit knapp 10 cm Neuschnee an diesem Donnerstag aber nicht nur für einen Zusammenbruch des Berufsverkehrs, sondern auch für ein Novum im deutschen Fußball. Denn Bayer 04 Leverkusen konnte an diesem letzten Vorrundenspieltag der Europa League gerade einmal knapp 18.000 Zuschauer begrüßen, obwohl rund 27.000 Karten im Vorverkauf abgesetzt wurden. Und das wird sicherlich nur zu einem kleinen Teil daran gelegen haben, dass die Werkself auch schon vor dem letzten Spieltag als Sieger der Gruppe B feststand. Immerhin galt es, das Ausscheiden des amtierenden Titelverteidigers aus der Heimat von Sangria und Tapas mitzuerleben (der Stachel der Niederlage meiner „Whites“ im Finale in Hamburg sitzt halt immer noch tief...).

Das Spiel allerdings konnte niemanden wirklich erwärmen: Bei dichtem Schneetreiben und immer schlechter werdenden Bodenverhältnissen hatte die von Jupp Heynkes aufgebotene B-Elf des Bundesligisten zwar mehr Spielanteile, die besseren Chancen jedoch besaßen die Gäste. Die einzigen Tore des Spiels fielen jedoch erst in der zweiten Hälfte, als gute Spielzüge aufgrund der widrigen Bedingungen eigentlich nur noch durch Zufall entstanden. Patrick Helmes schoss die Werkself dabei zunächst in Führung, Fran Merida glich jedoch nur 3 Minuten später für die Spanier aus. Beide Teams hatten danach zwar noch weitere Möglichkeiten, aber letztlich blieb es bei dem Remis, das für den Titelverteidiger das Aus bedeutet...

       

Die Geschichte der heutigen BayArena hat ihre Anfänge im Jahre 1956. Am 23. April erfolgte nämlich der Spatenstich zum Bau des damaligen Ulrich-Haberland-Stadions, benannt nach dem ehemaligen Vorsitzenden der Bayer AG. Am 2. August 1958 eingeweiht, bot es Platz für insgesamt 20.000 Zuschauer und bereits zur 100-Jahr-Feier der Bayer AG 1963 erhielt es die erste Flutlichtanlage. Ab dem Jahre 1986 begann dann Schritt für Schritt der Ausbau zu einem reinen Fußballstadion mit angeschlossenem Hotel, Tagungsräumen, Restaurant und 22.500 Plätzen. Und in der Saison 1998/99 erfolgte dann die Umbenennung des schon damals als "Schmuckkästchen" bezeichneten Stadions in "BayArena". Ende 2007 erfolgte schließlich mit dem Abriss der Gebäude hinter der Westtribüne der Startschuss zum aktuell letzten Ausbau: Nach und nach entstand im Westen der BayArena das derzeit wohl modernste Stadionhauptgebäude Deutschlands, über der Arena eine neue kreisrunde Dachkonstruktion aus Makrolon mit einem Durchmesser von 217 Metern, im Innenraum ein neuer Look durch den Einbau von Sitzschalen in den Vereinsfarben schwarz und rot, sowie bedingt durch den Bau der Oberränge auf drei Stadionseiten ein erhöhtes Fassungsvermögen von gut 30.000 Plätzen. Dazu bieten die Restaurants und Logen der modernisierten BayArena nun 2.000 statt bisher 812 Plätze und auch der Pressebereich ist mit Beginn der Saison 2009/2010 mit 228 Plätzen nahezu doppelt so groß wie zuvor. Insgesamt empfinde ich den gesamten Umbau als durchaus gelungen, schade nur, dass im Zuge des Umbaus auch die Flutlichtmasten weichen mussten.

 Zurück