29.12.2010: KFC Germinal Beerschot Antwerpen – KAS Eupen - 0 : 0

Olympisch Stadion (Kiel), Atletenstraat 80, 2020 Antwerpen, Belgien

Tore: Fehlanzeige

Zuschauer: 6.157

Food: Leckerer Burger mit gebratenen Zwiebeln und Sauce Andalouse...

     

Wie schon im letzten Jahr ging es auch diesmal wieder zwischen den Feiertagen – sozusagen zum krönenden Abschluss - in das Land der besten Fritten und Stadionburger. Die Wahl – na ja, so groß war die Auswahl aufgrund des Wetters nicht – fiel dabei auf die Partie Germinal Beerschot gegen den Aufsteiger AS Eupen. Beide Teams stehen aktuell mit 15 Punkten knapp über den Abstiegsrängen, wobei man das Team der Gäste vor der Saison eher in diesem Bereich erwartet hatte als die Gastgeber, die eigentlich mit großen Ambitionen in die Saison gestartet waren. Zudem hat Beerschot schon eine Partie mehr ausgetragen.

Nach einer überraschend angenehmen Fahrt ohne jegliche Probleme wurde Antwerpen auch mehr als pünktlich erreicht und der Wagen nach einigen erfolglosen Runden im unten genannten Wohngebiet für 5 Euro auf einem Schulhof geparkt. Von dort ging es die letzten Meter zu Fuß zum Stadion, schnell die Tickets erstanden und rein ins Geschehen. Vor dem Stadion war übrigens richtig „Party“ denn der Club 13 (angelehnt an die Registrierungsnummer 13 des damaligen Beerschot AC beim Königlichen Belgischen Fußballverband) hatte auf einem der alten Tickethäuschen einen DJ postiert, der schick Techno für die gut gefüllte Straße und die angrenzenden Pubs auflegte (im direkten Umfeld des Stadions finden sich zahlreiche Möglichkeiten zum gepflegten Vorglühen mit dem enormen Vorteil, dass man danach nur noch über die Strasse muss…).

       

Immerhin 6.157 frierende Zuschauer sahen dann allerdings eine unterirdische erste Halbzeit, die eigentlich nur von Fehlpässen und Schnitzern auf beiden Seiten geprägt war. Dementsprechend laut waren die Pfiffe, als der Schiedsrichter die beiden Teams zum Pausentee bat. Die zweite Hälfte bot jedoch wesentlich mehr – diverse gelbe Karten, einen kläglich verschossenen Elfmeter und einen Pfostenschuss der Gastgeber und zeitweise sogar richtig guten Support der Heimfans. Dass es am Ende dann doch bei einem torlosen Unentschieden blieb, lag hauptsächlich am Unvermögen der Akteure und hilft letztlich wohl mehr den Gästen...

Der KFC Germinal Beerschot Antwerpen (Spitzname „die Ratten“) – erst 1999 aus der Fusion von Germinal Ekeren und Beerschot VAC entstanden – trägt seine Heimspiele im Olympiastadion von 1920 aus. Allerdings hat die heutige Anlage - auch nach dem Stadtteil “Het Kiel“ genannt und fast schon britisch mitten in einem Wohngebiet gelegen - nicht mehr viel mit dem ursprünglichen Stadion gemeinsam, denn aus dem ehemals knapp 40.000 Zuschauer fassenden Stadion mit Laufbahn und Kurven ist im Laufe der Jahre ein reines Fußballstadion mit einer Kapazität von 12.771 Sitzplätzen geworden. Diese verteilen sich auf vier überdachte Tribünen – die Haupttribüne mit ihren vorgelagerten Logen sowie drei weitere Tribünen neueren Datums, welche vom Baustil relativ ähnlich sind und auch die gleiche Höhe besitzen. Zudem gibt es rechts und links der Haupttribüne zwei 2 geklinkerte Funktionsgebäude, wovon eines auch die Sprecherkabine beheimatet. Für die Beleuchtung sorgt eine traditionelle Flutlichtanlage mit vier Masten und auch eine moderne Videowand findet man in einer der beiden offenen Ecken. Insgesamt eine durchaus ansprechende Anlage, die allerdings mit erheblichen Parkplatzproblemen zu kämpfen hat.

Übrigens gibt es Pläne der flämischen Regierung, auf dem Grund des ehemaligen Industriegebiets Petroleum Zuid ein neues gemeinsames Fußballstadion mit 25.000 Plätzen (erweiterbar auf 45.000) für die beiden Antwerpener Fußballclubs Germinal Beerschot und FC Antwerpen zu errichten. Ob dieses Projekt – auf der Homepage von Germinal Beerschot "Het Nieuwe Kiel" bezeichnet - nach dem Aus der niederländisch-belgischen Bewerbung für die Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 trotzdem weiter verfolgt wird, ist allerdings nicht bekannt.

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