16.01.2011: R. Cercle Sportif Visétois - R. Boussu Dour Borinage - 2 : 3 (1 : 1)

Stade de la Cité de l'Oie, Rue de Mons 15, 4600 Visé, Belgien

Tore: 1:0 Mourad Satli (16.), 1:1 Matthieu Assou-Ekotto (43.), 2:1 Jean-Sebastien Legros (47.),
2:2 Matthieu Assou-Ekotto (50.), 2:3 Gregory Grisez (87.)

Zuschauer: 700

Food: Richtig leckere Hot Dogs mit Kraut und würzigem Senf

     

Heute ging es wieder mal rüber zu unseren belgischen Nachbarn, diesmal aber in die Tweede Klasse – inzwischen auch mehr oder weniger klangvoll als EXQI-League nach einem belgischen Pay-TV-Anbieter benannt. Diese Klasse ist auch fernab der Spieltage immer für Schlagzeilen gut und der Verband droht aktuell sechs Mannschaften für die kommende Saison mit einem Lizenzentzug, sollten diese die gestellten Auflagen nicht erfüllen. So geht es bei den beiden Traditionsclubs Royal Antwerpen und FC Brüssel mal wieder um die Finanzen und der Verband hat den beiden Teams jegliche Neuverpflichtung bis auf Weiteres untersagt. Darüber hinaus spielen auch die Teams aus Roeselare, Boom, Dender und Visé nur unter diversen Auflagen. Und zu letzterem Team sollte die Reise heute gehen, denn der Aufsteiger RCS Visétois – aktuell immerhin auf Tabellenplatz sechs liegend – traf auf den Sechzehnten RBD Borinage. Doch in einem mehr als interessanten Spiel war nicht wirklich ein Leistungsunterschied zu erkennen: Ohne große Schnörkel ging es ständig hin und her, die Zuschauer sahen Chancen am laufenden Band und dementsprechend fiel die Spielwertung – in einer Liga, die eher das Niveau unserer dritten Liga besitzt – am Ende auch überraschend positiv aus. Dazu fielen immerhin fünf Tore und am Ende nahm der Gast aus Borinage sogar ein wenig glücklich alle drei Zähler mit nach Hause. Und das, obwohl man die letzten zwanzig Minuten – nach einer gelb-roten Karte - sogar in Unterzahl überstehen musste. Dementsprechend lautete auch am nächsten Tag die Überschrift auf der Homepage des RCS Visétois „Un match de m... !“.

       

Das Stade de la Cité de l'Oie wurde erst im Jahre 1999 – nach dem erstmaligen Aufstieg des Clubs in die zweite Liga errichtet und verfügt heute über knapp 5.500 Plätze. Diese verteilen sich hauptsächlich auf zwei recht ansehnliche Tribünen entlang der beiden Längsseiten: Die Haupttribüne mit ca. 1.200 überdachten Sitzplätzen und die ebenfalls überdachte Gegengerade mit etwas mehr als 4.000 Stehplätzen. Weitere Stehplätze finden sich auf zwei Seiten entlang der Bande, wobei eine Hintertorseite außer diversen Werbeflächen und einer kleinen Anzeigetafel keinen Ausbau bietet. Dafür findet man jedoch hinter dem anderen Tor ein mehr als schickes Vereinsheim mit geräumigem Pub im Erdgeschoss und VIP-Bereich für ca. 100 Personen in der 1. Etage. Für exakt 63 davon findet sich sogar ein bequemer Sitzplatz auf der verglasten VIP-Tribüne. Im Bau ist inzwischen auch die vom Verband geforderte Flutlichtanlage mit einer Stärke von 400 Lux – während zwei Masten bereits stehen und das auf einer Anhöhe gelegene Stadion nun weithin sichtbar machen, warten die beiden anderen noch auf ihr Aufstellen. Insgesamt ein kleiner netter Zweitliga-Ground, dem eigentlich nur die gewohnten belgischen Burger fehlen...

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