17.04.2011: TuS Haltern von 1882 - SV Burgsteinfurt - 3 : 2 (2 : 2)

Stausee-Kampfbahn, Ernst-August-Schmale-Platz 1, 45721 Haltern am See

Tore: 1:0 Mustafa Dana (1.), 2:0 Marian Göcke (5.), 2:1 Orhan Berisa (17.),
2:2 Jens Kormann (21.), 3:2 Ole Töpfer (65.)

Zuschauer: 150

Food: Brat- und Currywurst - beides ausgezeichnet

       

Seitdem sich Christoph Metzelder zusammen mit seinem Bruder Malte, Benedikt Höwedes und dem Hannoveraner Sergio Pinto – allesamt Spieler, die in der „Talentschmiede“ des TuS das Kicken erlernt haben – für den Verein engagiert, hat sich in Haltern am See viel getan. So hat man das Projekt „Steine und Trainer“ inklusive der professionellen Medienkampagne „Tu´s Haltern“ auf den Weg gebracht, viele neue Sponsoren gewonnen und durch einen neuen Kunstrasenplatz wurden die Trainingsbedingungen erheblich verbessert. Und auch sportlich geht es aufwärts. So kickt man seit Anfang der Saison wieder in der Landesliga und auch das darf gerne nur eine Durchgangsstation sein. Zeit auch für uns, mal in der Stausee-Kampfbahn vorbei zu schauen.

Im heutigen Spiel der Landesliga Westfalen 4 empfing der TuS Haltern im Duell der Aufsteiger den SV Burgsteinfurt und konnte sich am Ende beim Burgsteinfurter Keeper Patrick Kapke bedanken, der einem Halterner Rumpfteam mit zwei schweren Patzern einen 3:2-Erfolg ermöglichte. Die Hausherren legten dabei los wie die Feuerwehr, führten nach nur fünf Minuten mit 2:0, konnten aber die Führung nicht einmal bis zur Pause verteidigen. Dass man gegen dann immer mutiger aufspielende Gäste dennoch am Ende drei Punkte einfuhr, war letztlich auch eher Glückssache und spiegelt den Spielverlauf nicht wirklich wieder. Aber wer fragt da am Ende noch nach...

Kleine Anekdote am Rande: Ein Zuschauer aus Burgsteinfurt fragte uns am Eingang nach dem einfachsten Weg zur Autobahn, man kam ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass dieser Mann in den 50er Jahren einmal für die TSG Karnap 07 - also nur einen Steinwurf entfernt von unserer Heimat - im Essener Stadion Mathias Stinnes in der damaligen Verbandsliga Niederrhein kickte. Sachen gibt’s...

Die Stauseekampfbahn - wie der Name schon sagt in direkter Nähe zum Halterner Stausee gelegen - wurde in den 30er Jahren erbaut und diente dann bis zum Ende des zweiten Weltkrieges als Aufmarschplatz für die dunkle Seite der Macht. Besonders gefallen kann der schöne Eingangsbereich mit seinen zwei Kassenhäuschen, dem großen Schriftzug über dem Eingangstor und den beiden Plakaten aus der bereits oben angesprochenen Medienkampagne. Zudem bietet der Hauptplatz (gespielt wird hier auf einem Naturrasen, der angeblich noch nie gewechselt wurde) auf einer Längsseite drei Stehtraversen aus den Anfangsjahren, das Vereinsheim und den Kabinentrakt aus den 60er Jahren sowie eine urige Sprecherkabine, die auf das Gebäude mit den Umkleidekabinen aufgesetzt ist. Eine Flutlichtanlage besitzt der Hauptplatz allerdings nicht. Direkt dahinter bietet die Anlage zwei zusätzliche Plätze (ein neues Kunstrasenfeld und einen zweiten Rasenplatz) – beide mit Flutlicht und jeweils 3 Stufen auf einer Längsseite. Insgesamt eine durchaus ansehnliche Anlage für diese Spielklasse.

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