29.04.2011: VfB Speldorf 1919 - Rot-Weiss Essen - 1 : 1 (1 : 0), Abbr. 72. Min

Ruhrstadion, Friesenstraße 101, 45476 Mülheim an der Ruhr

Tore: 1:0 Thomas Pütters (31.), 1:1 Leon Enzmann (46.)

Zuschauer: 3.500

Food: Lecker Currywurst & Pommes - mit 6 Euro aber auch nicht wirklich günstig

     

Zwei – in verschiedener Hinsicht - unterschiedliche Halbzeiten (einer für RWE nach dem schon feststehenden Aufstieg zudem recht bedeutungslosen Partie) sahen rund 3.500 Zuschauer an diesem Abend im Mülheimer Ruhrstadion. Und das lag nicht nur daran, dass RWE erst nach dem Seitenwechsel aufwachte, sondern auch am aufziehenden Unwetter in der zweiten Hälfte. Dieses sorgte nämlich dafür, dass der Schiedsrichter die 22 Akteure nach 72 Minuten in die Kabine schickte und das Spiel schließlich eine halbe Stunde später wegen des fehlenden Flutlichts abbrach. Ursächlich für die wetterbedingte Unterbrechung war dabei die Tatsache, dass man im Mülheimer Ruhrstadion auf Kunstrasen spielt, dieser sich statisch hätte aufladen können und die Gefahr eines Blitzeinschlags bestand.

Die aus unserer Sicht mehr als überflüssige Neuansetzung der Partie knapp zwei Wochen später gewann dann übrigens Rot-Weiss-Essen verdient mit 2:1. Allerdings ohne uns...

       

Das Ruhrstadion im Stadtteil Styrum, direkt zwischen der A40 und den Bahngleisen Richtung Duisburg gelegen, ist auch heute noch Mülheims größter Sportplatz. Erbaut im Jahre 1925, besaß es bis in die siebziger Jahre hinein nur ein Rasenspielfeld mit Aschenbahn und umlaufenden Stehtraversen. Erst mit dem Erfolg des 1.FC Mülheim, der erst in der Regionalliga-West (1972-1974) und später in der zweiten Bundesliga-Nord (1974-1976) kurzzeitig für Aufmerksamkeit sorgte, änderte sich das Erscheinungsbild und die Anlage erhielt die noch heute existierende, überdachte Tribüne mit knapp 2.000 Sitzplätzen. Das Fassungsvermögen betrug zu dieser Zeit ungefähr 20.000 Plätze, ausverkauft war das Stadion allerdings nie (nicht mal in den damaligen Revierderbys gegen Rot-Weiß Oberhausen, Borussia Dortmund oder Wattenscheid 09). Nach dem genauso raschen Niedergang der Mülheimer wurde das Stadion dann kaum noch genutzt, drohte zu verfallen und wurde erst in den 90er Jahren teilweise saniert. Dabei wurden die Stehränge in den Kurven beseitigt und nur auf der Gegengeraden blieben einige Traversen erhalten. Heute fasst das Stadion rund 6.000 Zuschauer und ist seit der Saison 2010/11 - nach einem zwischenzeitlichen Gastspiel des nun aufgelösten Landesligisten Galatasaray Mülheim – die Heimat des VfB Speldorf, dem aktuell erfolgreichsten Club in der Ruhrstadt. Und für die NRW-Liga wurde sogar fleißig gewerkelt. So erhielt das Stadion nicht nur einen Gästeblock mit eigenem Zugang und neue Zäune, auch verschwand die Laufbahn zum Teil und ein moderner Kunstrasen entstand anstelle des alten Naturrasens.

 Zurück