01.06.2011: TSV Germania Windeck – FC Wegberg-Beeck - 3 : 1 (1 : 0)

Aggerstadion, Taubengasse 203, 53840 Troisdorf

Tore: 1:0 Kukielka (34.), 2:0 Müller (58., FE), 2:1 Rrustemi (64.), 3:1 Musculus (74.)

Zuschauer: 1.313

Food: Lecker Bratwurst, später Brötchen mit Frikadelle...

     

Ein wenig Glück, gepaart mit guter Planung und so ging es heute direkt zum nächsten Verbandspokalendspiel. Diesmal zum Pokalfinale des FVM (Fußball-Verband Mittelrhein) im Troisdorfer Aggerstadion. Hier trafen mit dem Titelverteidiger TSV Germania Windeck und dem FC Wegberg-Beeck zwei Mannschaften aus der NRW-Liga aufeinander, die nach dieser Saison eigentlich komplett getrennte Wege gehen sollten. Der FC Wegberg-Beeck hatte nämlich frühzeitig den freiwilligen Rückzug aus der NRW- in die Mittelrheinliga bekannt gegeben (aber trotzdem spielerisch die Klasse gehalten), während die Windecker nach Rot-Weiss Essen die Saison als Zweiter und damit als Aufsteiger zur Regionalliga beendeten. Aber - denkste! Nachdem es bereits die Spatzen von den Dächern pfiffen, gaben die Windecker einen Tag nach diesem Endspiel bekannt, dass sie ebenfalls im kommenden Jahr (aus finanziellen Gründen) in der Mittelrheinliga antreten werden. Die fette Einnahme aus der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals wollte man aber - wie schon die beiden Jahre zuvor gegen Bayern München und Schalke 04 - natürlich mitnehmen. Und das gelang auch, denn die Mannschaft von Trainer Heiko Scholz besiegte in dessen letztem Spiel (auch er geht ja bekanntlich zu Viktoria Köln) den FC Wegberg-Beeck vor knapp 1.400 Zuschauern letztlich verdient mit 3:1 (1:0). Die Tore erzielten Mariusz Kukielka (34.) per Foulelfmeter, David Müller (58.) und Lucas Musculus (74.) Für Wegberg-Beeck, das erst in der zweiten Hälfte kurzeitig richtig aufwachte, traf Blerim Rrustemi zum zwischenzeitlichen 2:1-Anschlusstreffer (64.). Ein wenig Schadenfreude stellte sich allerdings ein, als die Windecker bei der Auslosung einige Wochen später mit der TSG Hoffenheim einen absoluten Knaller zogen ;-)

       

Das Aggerstadion in Troisdorf, benannt nach einem Nebenfluss der Sieg, liegt in direkter Nähe zum Naturschutzgebiet Wahner Heide (aber damit leider auch direkt in der Einflugschneise des Flughafens Köln-Bonn) und bietet aktuell Platz für rund 5.000 Zuschauer (offiziell wird die Zahl sogar mit 8.000 Plätzen angegeben, dies scheint mir aber etwas hoch gegriffen). Allein 2.000 Zuschauer fasst dabei die schicke Haupttribüne mit ihren roten Schalensitzen, die sich fast über eine gesamte Längsseite erstreckt und zudem noch links und rechts weitere nicht überdachte Stehtraversen bietet. In den Kurven und auf der Gegengeraden steht man dagegen nur ebenerdig oder an den flachen Graswällen. Gespielt wird auf einem bundesligatauglichen Naturrasen, der allerdings von einer Tartanbahn umgeben ist. Im Ligaalltag von den Sportfreunden Troisdorf – gerade wieder in die Mittelrheinliga aufgestiegen – genutzt, war das Aggerstadion jedoch auch schon des Öfteren Trainingsquartier diverser Nationalmannschaften vor großen Turnieren. So des deutschen Teams vor der WM 2002, der Argentinier vor dem Confed-Cup 2005 und der Elfenbeinküste vor der WM 2006. Zur WM 2006 erfuhr das Stadion übrigens auch umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen. So wurde zum Beispiel der gesamte Umkleidetrakt mit dem angeschlossenen Sanitärbereich komplett erneuert, die Tribüne erhielt eine hochmoderne Beschallungsanlage und die neuen Schalensitze. Zudem wurde im Jahre 2007 das Tribünendach komplett erneuert und erhielt eine Photovoltaikanlage der Stadtwerke Troisdorf. Diese produziert seitdem bis zu 55.800 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Insgesamt ein tolle Anlage, die zumindest jetzt wieder Verbandsligafußball zu sehen bekommt.

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