17.08.2011: Offenbacher FC Kickers - SC Rot-Weiß Oberhausen - 1 : 0 (0 : 0)

Sparda-Bank-Hessen-Stadion, Bieberer Straße 282, 63071 Offenbach am Main

Tore: 1:0 André Hahn (55.)

Zuschauer: 5.675

Food: Mein absoluter Favorit – die Paprikawurst...

     

Heute ging es endlich mal wieder auf den Bieberer Berg, der bekanntlich seit Beginn dieser Saison unter dem schicken Namen „Sparda-Bank-Hessen-Stadion“ firmiert. Und auch baulich hat man seit meinem letzten Besuch im April erstaunliche Fortschritte erzielt – dazu aber später mehr. Am 5. Spieltag empfingen die Kickers hier den Zweitligaabsteiger Rot-Weiß Oberhausen (ja – schon wieder RWO…), der – wie sagt man so schön – einen klassischen Fehlstart mit gerade einmal einem Punkt aus vier Spielen hingelegt hat. Somit steht man im Prinzip wieder genau da, wo man in der letzten Saison auch stand: Am Tabellenende, nur eine Liga tiefer… Und nach einer mehr als mäßigen Leistung verlor man auch bei den zumindest kämpferisch überzeugenden Kickers verdient mit 0:1. Das einzige Tor des Abends - zudem mit der schönsten Aktion im gesamten Spiel - erzielte dabei Linksaußen André Hahn, dessen Einsatz lange unklar war. Während nun in Oberhausen der Baum endgültig brennt, ist nach dem zweiten Saisonsieg die Welt beim OFC fast schon wieder in Ordnung.

       

Das Stadion am Bieberer Berg (oder besser die heutige Baustelle namens „Sparda-Bank-Hessen-Stadion“), früher schon von Weitem an seiner imposanten, inzwischen leider abgebauten Zwei-Masten-Flutlichtanlage zu erkennen, wurde im Jahre 1921 anstelle des ehemaligen Exerzierplatzes auf der gleichnamigen Anhöhe errichtet. Die erste Haupttribüne aus Holz fasste damals 1.200 Zuschauer. Es dauerte allerdings noch bis 1949, ehe man den Schlackeplatz gegen den ersten Rasen tauschte und der eigentliche Ausbau zum Stadion begann: Im Jahre 1952 wurde gegenüber der alten Haupttribüne eine überdachte Stehtribüne, die noch heute existierende Waldemar-Klein-Tribüne, errichtet. Die erste Flutlichtanlage mit vier Masten wurde 1956 eingeweiht und bereits 1959 wieder demontiert. 1962 wurde die alte Holzkonstruktion durch die im März diesen Jahres abgerissene Haupttribüne ersetzt, 1968 folgte der Bau einer Stahlrohrtribüne und der schon genannten Zwei-Masten-Flutlichtanlage. Es folgte dann 1973 als letztes der Neubau der heute noch existierenden Südosttribüne (auch als „Henninger Tribüne“ bezeichnet). Trotz diverser kleinerer Umbau- und Sanierungsmaßnahmen in den Jahren danach betrug das Fassungsvermögen bis zum Februar 2011 rund 24.000 Plätze (6.500 überdachte Sitz-, 10.000 überdachte Steh-, sowie 7.500 unüberdachte Stehplätze), wobei das DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Nürnberg im Januar 2011 wohl vorläufig die letzte volle Hütte gewesen sein dürfte. Denn seit März 2011 wird hier nun fleißig gebaut und bis zur Sommerpause 2012 entsteht ein komplett neues Stadion – das „Sparda-Bank-Hessen-Stadion“. Es wird dabei eine Kapazität von 20.500 Plätzen (10.100 Steh- und rund 10.400 Sitzplätze) besitzen, die sich auf vier Tribünen verteilen. Die Ecken bleiben offen, die OFC-Fans behalten ihre angestammten Stehplätze auf der neuen „Waldemar-Klein-Tribüne“, mindestens einer der beiden Flutlichtmasten, die legendären Block-Schilder, die Comicwand unter der Osttribüne und viele andere Memorabilien des alten Stadions sollen in den Neubau integriert werden. Und vieles hat sich auch schon verändert. So sind die ehemalige Haupt-, die „Waldemar-Klein-Tribüne“ und die alte Stahlrohrtribüne abgerissen und an deren Stelle drei neue Tribünen errichtet worden. Zwei davon – die neue Haupt- und die neue Westtribüne – sind bereits zur Benutzung freigegeben, die neue Gegengerade mit ihren 8.300 Stehplätzen für OFC-Fans steht kurz vor der Fertigstellung. Als letztes wird dann die „Henninger Tribüne“ einem Neubau weichen...

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