11.10.2011: FSV Frankfurt 1899 II - SC Freiburg 1904 II - 2 : 1 (0 : 1)

Frankfurter Volksbank Stadion, Am Erlenbruch 1, 60386 Frankfurt

Tore: 0:1 Tobias Henneböle (36., ET), 1:1 Noyan Öz (66.), 2:1 Noyan Öz (73.)

Zuschauer: 126

Food: Leckere Frankfurter Currywurst

     

Heute vor genau 80 Jahren, am 11. Oktober 1931, bezog der FSV Frankfurt nach den Spielstätten „Im Prüfling“ und an der „Seckbacher Landstraße" das neu erbaute „Stadion am Bornheimer Hang", das heutige „Frankfurter Volksbank Stadion“. Grund genug, der heutigen Regionalligapartie der U23 einen Besuch abzustatten, zu gratulieren und sich direkt von der alten Haupttribüne zu verabschieden (dazu weiter unten mehr…).

Gespielt wurde natürlich auch und hier beendete die U23 ihre schwarze Serie von drei Niederlagen durch einen 2:1-Erfolg über die zweite Mannschaft des SC Freiburg. Die Gäste gingen zwar in der 36. Spielminute mit der ersten Chance in Führung, der FSV konnte aber in der zweiten Hälfte durch zwei Treffer von Noyan Öz die Partie drehen und letztlich auch vollkommen verdient für sich entscheiden. Durch den Sieg haben die Bornheimer nach Punkten zu den Freiburgern aufgeschlossen und rangieren nun auf dem 13. Tabellenplatz.

       

Das Frankfurter Volksbank Stadion – vielen sicherlich eher unter dem alten Namen “Stadion am Bornheimer Hang“ bekannt – ist nach der Commerzbank Arena des Stadtrivalen Eintracht Frankfurt das zweitgrößte Fußballstadion in der Main-Metropole. Eröffnet im Jahre 1931, fasste es bis zu seinem Umbau in ein zweitligataugliches reines Fußballstadion (von 2007 bis 2009) knapp 24.000 Zuschauer, wobei die Bauaufsicht die Kapazität zuletzt zeitweilig auf 5.000 Besucher beschränkte. Im Zuge des Umbaus wurde das Stadion dabei bis auf die in den 60er Jahren errichtete Haupttribüne komplett erneuert und bietet nun 10.470 Zuschauern Platz. Diese verteilen sich auf 4.470 überdachte Sitzplätze auf der Haupttribüne (inklusive 400 Sitzplätze im VIP-Bereich) und der neuen Gegengeraden sowie 6.000 nicht überdachte Stehplätze. Die Gästefans sitzen hierbei im Block E auf der Haupttribüne oder stehen im Block F. Weiterhin erhielt das Stadion die heute vorgeschriebene Rasenheizung und eine neue 800 Lux Flutlichtanlage. Um ein Blenden der Autofahrer auf der nahegelegenen Autobahn 661 zu verhindern, wurden für rund 350.000 Euro alle Strahler mit einer Art Scheuklappe versehen. So wird das Licht gebündelt, so dass es tatsächlich nur auf das Spielfeld und ins Stadion fällt. Und auch dem lange umstrittenen Neubau der Haupttribüne steht jetzt scheinbar nichts mehr im Wege: Alle Probleme sind ausgeräumt, das Stadtparlament hat das Geld freigegeben und bereits am 7. November soll mit dem Abriss der alten Ränge begonnen werden. Die neue Tribüne (aus rechtlichen Gründen nun offiziell als "Rekonstruktion" bezeichnet, da das Stadion in einem Landschaftsschutzgebiet liegt und ein Neubau nur unter großen Auflagen zu realisieren gewesen wäre) wird das Duisburger Unternehmen Hellmich zum Festpreis von rund 9,9 Millionen Euro bauen. Aufgrund der oben angesprochenen Problematik wird die „Rekonstruktion“ von den Ausmaßen her kaum höher und tiefer als die alte Tribüne werden und dann mit 1.800 Sitzplätzen in Zukunft 600 Plätze weniger bieten als bisher. Um die Kapazität aber nicht zu verringern, werden auf der Osttribüne zwei weitere Reihen angebracht und die Südtribüne mit einer zusätzlichen Stehplatzstufe erweitert. Bei Bedarf besteht jedoch auch weiterhin die Möglichkeit, das Stadion auf 15.000 Plätze zu erweitern.

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