25.10.2011: SV Eintracht Trier 05 - Hamburger SV - 1 : 2 (1 : 0, 1 : 1) n.V.

Moselstadion, Am Stadion 1, 54292 Trier

Tore: 1:0 Kulabas (9.), 1:1 Berg (63.), 1:2 Aogo (110.)

Zuschauer: 10.300 (ausverkauft)

Food: Sehr würzige Rotwurst und dazu noch eine leckere Käsestange

       

Zum 100. Matchbesuch in diesem Jahr war klar, dass es natürlich auch zu einem besonderen Spiel gehen sollte. Da kam die Partie der Eintracht gegen den HSV in der zweiten Runde des DFB-Pokals genau richtig. Zudem stand das Moselstadion in Trier schon ewig auf der Wunschliste und ein Pokalspiel unter Flutlicht (mit David gegen Goliath, den eigenen Gesetzen und allen anderen Zutaten) ist bekanntermaßen immer etwas ganz Besonderes. Also ging es am späten Nachmittag von Frankfurt aus mit dem Auto an die Mosel. Pünktlich das Hotel erreicht, eingecheckt, aus dem Zimmerfenster noch rasch einige schicke Fotos vom nicht weit entfernten Stadion gemacht und los ging es.

Die Eintracht, aktuell auf Platz 2 in der Regionalliga West platziert und bei vielen als klarer Aufstiegsfavorit gehandelt, begann das Spiel schwungvoll, bestimmte die ersten Minuten und ging durch Kulabas in der 9. Minute sogar mit 1:0 in Führung (klar, dass die Stimmung zu diesem Zeitpunkt im ausverkauften Moselstadion mehr als blendend war). Der HSV, aktuell nach Trainerwechsel und 4 Punkten aus 2 Spielen auf den vorletzten Platz in der Bundesliga vorgerückt, zeigte sich allerdings keineswegs geschockt und bestimmte spätestens ab Mitte der ersten Hälfte das Spiel. Dass es noch bis zur 63. Minute dauerte, ehe die Gäste durch Berg zum verdienten Ausgleich kamen, lag dabei hauptsächlich an der gut stehenden Trierer Abwehr, die kaum Torchancen zuließ und erst mit schwindenden Kräften Lücken offenbarte. Immerhin retteten sich die Gastgeber aber noch in die Verlängerung, schlugen sich auch hier weiter achtbar und mussten erst nach 110 Minuten durch einen herrlichen Freistoß von Aogo das letztlich spielentscheidende Gegentor hinnehmen.

       

Das Trierer „Moselstadion“ wurde im Jahre 1930 unter dem damaligen Namen „Auf der D’ham” eingeweiht und ist seitdem die Heimat des SV Eintracht Trier 05. Nach dem Zweiten Weltkrieg in „Moselstadion“ umbenannt, erhielt es Anfang der 60er Jahre die noch heute existierende Haupttribüne, die bis 2002 in zwei weiteren Bauabschnitten auf insgesamt 2.129 Sitzplätze (1.552 davon überdacht) erweitert wurde. Zusammen mit den 8.127 Stehplätzen (davon sind 1.440 Plätze auf der Gegengeraden seit 2001 überdacht) ergibt sich so im regulären Spielbetrieb ein Fassungsvermögen von 10.256 Plätzen. Und auch durch den Aufbau einer Zusatztribüne in der Ostkurve konnte die Kapazität für die heutige Begegnung nur geringfügig auf 10.300 Plätze gesteigert werden. Grund hierfür ist der Sicherheitspuffer zwischen dem Fanbereich der Hamburger in der Westkurve und den SVE-Fans auf der Gegengeraden, wodurch wiederum einige hundert Stehplätze nicht in den Verkauf gingen. In der Westkurve findet man zudem eine moderne Anzeigetafel, die zusammen mit den recht markanten blauen Masten der 1000-Lux-Flutlichtanlage Ende der 90er entstand. Und aktuell laufen weitere umfangreiche Maßnahmen zur Sanierung des Stadions. So entstehen neue Toiletten und Verkaufsräume im Bereich Haupteingang und Ostkurve, sowie neue Fluchttore und Fluchttreppen im Bereich der Stehplätze. Maßnahmen, die diese schöne Anlage weiter aufwerten – trotz störender Tartanbahn...

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