20.12.2011: Fortuna Düsseldorf – Borussia Dortmund – 4 : 5 i.E. (0 : 0, 0 : 0)

ESPRIT arena, Arena Straße 1, 40474 Düsseldorf

Elfmeterschießen: 1:0 Jovanovic, 1:1 Hummels, 2:1 Langeneke, 2:2 Blaszczykowski, 3:2 Lambertz,
3:3 Kehl, Weidenfeller hält gegen Bröker, 3:4 Gündogan, 4:4 Rösler, 4:5 Perisic

Zuschauer: 54.000 (ausverkauft)

Food: Eine Bratwurst vom Fließband, die aber besser schmeckte, als sie aussah...

   

Unter dem Motto "Leidenschaft schlägt Meisterschaft" bat heute die Fortuna, in der einfallsreich "ESPRIT arena" genannten Heimstätte, den noch amtierenden deutschen Meister aus Lüdenscheid-Nord zum Tanz. Und Dank dem besten Logistiker der Welt und seiner Geduld beim Anstehen nach einem Ticket durfte auch ich dabei sein ;-). So ging es dann am frühen Abend von der Firma mit der U-Bahn zum Freiligrathplatz, dort mit einigen Kollegen getroffen und nach kurzem Vorglühen an der Tanke zu Fuß die letzten Meter zur Arena zurückgelegt. Und los ging's...

Der BVB - aufgrund zahlreicher Ausfälle nur mit einer Notelf angetreten - bestimmte trotzdem zu Beginn das Spiel, ohne sich jedoch zwingende Chancen zu erarbeiten. Richtig interessant wurde die Begegnung dann ab der 34. Minute, nachdem der Vollpfosten Owomoyela mit der zweiten gelben Karte mehr als frühzeitig seinen Arbeitstag beenden durfte. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich ein spannendes, wenn auch nicht hochklassiges Pokalmatch. Das Einzige was fehlte, waren die zwingenden Chancen und damit verbunden die Tore, so dass die Partie letztlich erst im Elfmeterschießen und hier mit dem glücklicheren Ende für die Gäste entschieden wurde. Fazit: Der Tabellenführer der zweiten Liga konnte dem BVB lange Paroli bieten und schied am Ende unglücklich aus, die Zecken treten nun in der nächsten Runde beim KSV Holstein Kiel an.     

       

Die kühle und unpersönliche Düsseldorfer ESPRIT arena (bis 2009 LTU arena) entstand für rund 218 Millionen Euro an Stelle des alten Rheinstadions und wurde offiziell am 18. Januar 2005, mit einem Spiel der Düsseldorfer Fortuna gegen den FC Bayern München, eingeweiht. Die Multifunktionsarena besitzt ein schließbares Dach, zwei Videowände - die nach meinem Empfinden allerdings zu hoch unter dem Dach angebracht sind - und eine Heizanlage, die auch bei Außentemperaturen von bis zu -5° C eine Innentemperatur von mindestens 15° C ermöglicht. Bei Fußballspielen beträgt das Fassungsvermögen inzwischen maximal 54.600 Zuschauer, darunter auch 9.917 Stehplätze, die zur Saison 2010/11 durch den Umbau von Sitz- in Stehplätze im Heim- und Gästebereich entstanden. Da die volle Auslastung aber durch die aktuellen Nutzer nur recht selten erreicht wird, hat man sich etwas ganz Spezielles einfallen lassen: Die Sitze in der Arena sind nur scheinbar unsortiert in verschiedenen bunten Farben angebracht. Tatsächlich beruht die Verteilung der farbigen Sitzschalen auf einem exakten Plan des Architekten. Das hat zur Folge, dass das Stadion auch bei mäßig besetztem Publikum in einer Fernsehübertragung einen gut gefüllten Eindruck macht (z.B. beim unattraktiven Ligapokal…). Merkwürdig sind übrigens die Aufgangstreppen im Unterrang, welche - obwohl die Traversen das Standardmaß von 80 cm Tiefe und 40 cm Höhe aufweisen - nicht eine, sondern zwei Zwischenstufen haben. Nicht nur bei großen Füßen mehr als irritierend. Aufgrund der Modernisierung der BayArena trug neben dem Team der Fortuna übrigens auch die "Werkself" von Bayer 04 ihre Rückrundenspiele der Saison 2008/09 hier aus.

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