08.01.2012: RCS Verviétois – KMSK Deinze - 2 : 1 (0 : 0)

Stade Communal de Bielmont, Place d’Arles 6, 4800 Verviers (BE)

Tore: 1:0 Levent Saglam (80.), 1:1 Patrice Noukeu (90.+1), 2 :1 Nicolas Birti (90.+3, FE)

Zuschauer: 300

Food: Ein hervorragender Cheeseburger mit Sauce Andalouse im “Woopy Snacks” am Eingang zum Stadion. Im Stadion selbst findet sich neben dem Cafe mit einer kleinen Auswahl an Tütensuppen und Chips keine weitere Chance zur Nahrungsaufnahme.

       

Heute stand bereits der nächste Besuch bei unseren belgischen Nachbarn auf dem Programm. Ziel war diesmal die kleine französischsprachige Stadt Verviers mit einem der ältesten registrierten Vereine des belgischen Fußballverbandes - dem im Jahre 1896 als Verviers FC gegründeten, heutigen RCS Verviétois, registriert beim KBFV mit der Matrikelnummer 008. Aktuell in der dritten Liga gegen den Abstieg spielend, traf dieser auf den KMSK Deinze, ein Team aus dem so genannten sicheren Mittelfeld. Und gestaltete sich die erste Halbzeit noch recht zäh, so entwickelte sich im zweiten Abschnitt ein richtiger Schlagabtausch mit leichten Vorteilen für die Gäste. Dies änderte sich jedoch schlagartig mit der roten Karte für den Gästespieler Stassin nach 76 Minuten. Dadurch ergaben sich für die Heimmannschaft natürlich mehr Spielanteile und fast zwangsläufig ging der RCS Verviétois in der 80. Minute verdient in Führung. Die Gäste warfen danach noch einmal alles nach vorne und kamen auch tatsächlich in der letzten Minute der regulären Spielzeit durch einen sehenswerten Kopfball zum Ausgleich. Aber dies war erst der Auftakt zu fünf Minuten, die auch in jeden Krimi gepasst hätten: Die Hausherren – kurz zuvor noch den erlösenden Dreier vor Augen und nun doch wieder bei nur einem Zähler - rannten nun mit dem Mute der Verzweiflung an, erarbeiteten sich auch weitere Chancen, vergaben diese aber zum Teil fahrlässig. Nach einem Befreiungsschlag der Gäste, als viele Zuschauer schon mit dem Abpfiff rechneten, lag plötzlich ein Stürmer des RCS im Strafraum von Deinze am Boden, der Linienrichter wedelte hektisch mit der Fahne und nach kurzer Konsultation des Schiedsrichters mit seinen Assistenten zeigte der Schiri zuerst mit Bastiaan Gheysen einem weiteren Spieler der Gäste die rote Karte (ebenfalls wegen einer Tätlichkeit) und dann auf den Elfmeterpunkt (gefolgt von tumultartigen Szenen, ausgelöst durch aufgebrachte Spieler und Betreuer der Gäste). Diese Chance ließ sich Nicolas Birti natürlich nicht entgehen und erzielte praktisch mit der letzten Aktion des Spiels den viel umjubelten Siegtreffer. Wahnsinn...

       

Das Stade Communal de Bielmont oder kurz Stade Bielemont hat bereits etliche Jahre auf dem Buckel und besitzt aktuell ein Fassungsvermögen von knapp 5.000 Zuschauern. Im Mittelpunkt steht dabei die Haupttribüne mit ihren rund 2.200 Sitz- und den vor gelagerten Stehplätzen. Ihr gegenüber findet sich ein recht neues und ungewöhnliches Funktionsgebäude, welches auf drei Ebenen neben einem Cafe auch einen verglasten VIP-Bereich mit 149 Business Seats und ein Restaurant mit 150 Plätzen bietet. Dieses entstand anstelle einer ehemaligen, nicht gedeckten Stehtribüne, die heute – bis auf eine kleine Ecke – verschwunden ist. Die Kurven sind nicht ausgebaut, dafür findet man hier aber eine relativ neue, rückwärts zählende Anzeigetafel und normalerweise auch eine recht imposante Flutlichtanlage. Diese wird aber leider momentan – im Zuge von Renovierungsarbeiten – ausgetauscht und so gibt es nur die Sockel und das Grundgerüst zu sehen. Erneuert wurde in diesem Zusammenhang auch die Tartanbahn, die scheinbar gerade erst fertig gestellt wurde. Insgesamt aber eine interessante Anlage, die definitiv schon bessere Zeiten und mehr Zuschauer erlebt hat.

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