22.01.2012: KFC Dessel Sport – RFC Union Kelmis - 0 : 1 (0 : 0)

Armand Melis Stadion, Sportpark 10, 2480 Dessel (BE)

Tore: 0:1 Gauthier (60.)

Zuschauer: 700

Food: Ein Mexican Burger mit Zwiebeln, Tomatenketchup und Mayonnaise - eine interessante
und leckere Komposition, für die allein sich die Fahrt schon lohnte...

     

Nach dem durchaus ansehnlichen Spiel in der Veltins-Arena am Tag zuvor (mit anschließendem Versacken im Bummelzug am Gelsenkirchener Hauptbahnhof) ging es auch an diesem Sonntag wieder rüber zu unseren belgischen Nachbarn. Diesmal stand ein Besuch beim aktuellen Tabellenführer der 3. Klasse B auf dem Programm. Dabei empfing der Koninklijke Football Club Dessel Sport das Team von Union Kelmis (einer deutschsprachigen Gemeinde aus der Nähe von Eupen). Und wer vorher dachte, dass der Kick des Perioden-Leaders gegen ein Team aus dem gesicherten Mittelfeld eine klare Sache werden würde, der sah sich schnell getäuscht. Denn die Gäste spielten sehr geschickt, standen hinten äußerst kompakt und hatten schon in der ersten Hälfte mehr vom Spiel, als die favorisierten Gastgeber. Die verloren dann in der zweiten Halbzeit mehr und mehr die Geduld und spielten fast nur noch hoch nach vorne. Dort gingen die meisten Bälle jedoch viel zu leicht verloren und als die Gäste dann auch noch nach einer Unachtsamkeit in der Abwehr der Hausherren in Führung gingen, war es um deren Ordnung vollends geschehen. Die letzten 20 Minuten waren dann auch von bloßem Aktionismus geprägt, die Gäste verlegten sich weiter auf das Kontern und freuten sich am Ende über drei nicht unbedingt eingeplante Punkte. Da allerdings auch der zweitplatzierte Bocholter VV bei der Heimpleite gegen Zaventem Federn ließ, bleibt der KFC Dessel Sport auch nach dem 22. Spieltag an der Tabellenspitze.

       

Seit dem Jahre 2011 verfügt der KFC Dessel Sport mit dem Armand Melis Stadion und den angeschlossenen Trainingsplätzen am Sportcentrum in Brasel über eine moderne Heimat, die Dank vorausschauender Planung mit einigen wenigen Änderungen auch für die zweite Liga tauglich gemacht werden könnte. Benannt nach dem erst kürzlich verstorbenen ehemaligen Präsidenten bietet es aktuell Platz für rund 4.300 Zuschauer. Knapp 400 Sitzplätze und weitere 100 verglaste Logenplätze bietet dabei die Haupttribüne, die zudem auch über einen großen VIP-Bereich und eine Kantine verfügt. Die restlichen knapp 3.800 Stehplätze verteilen sich auf die überdachten Stehtribünen B, C, D und E sowie entlang der umlaufenden Spielfeldabgrenzung. Darüber hinaus gibt es hinter einem Tor noch ausreichend Platz für eine zukünftige Erweiterung. Die Anlage entstand in knapp zweijähriger Bauzeit für rund 4 Millionen Euro nur knapp einen Kilometer entfernt vom alten Stadion an der Lorzestraat und im Gegensatz zu vielen anderen Neubauten gelang es dem Club interessanterweise, viele Elemente aus dem alten Stadion im neuen Domizil wieder zu verwenden. So stammen die Überdachungen der Tribünen C und D von der ehemaligen Gegengerade, das Dach und die Seitenwände der Tribüne E von der alten Haupttribüne und auch die vier Flutlichtmasten wurden wieder verwendet. Alles in allem ein schöner kleiner Ground, der sich - obwohl neu erbaut - immer noch die typisch belgische Stadion-Individualität bewahrt hat.

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