07.02.2012: VfR Aalen 1921 – SV Sandhausen 1916 - 2 : 0 (0 : 0)

SCHOLZ ARENA, Stadionweg 5/1, 73430 Aalen

Tore: 1:0 Christoph Sauter (74.), 2:0 Leandro (90.+2)

Zuschauer: 3.214

Food: Eine „Rote“ im Brötchen – geschmacklich o.k., aber nicht besonders groß
und bereits mehr als durch…

     

An diesem Abend ging es – gut eingepackt - bei rund 15 Grad Minus vom Stuttgarter Hauptbahnhof mit dem Regionalexpress ins tiefste Ländle - genauer gesagt in die große Kreisstadt Aalen auf der so genannten schwäbischen Ostalb. Hier stand das Nachholspiel der dritten Liga zwischen dem VfR Aalen und dem SV Sandhausen auf dem Programm. Und war es zum Zeitpunkt der Absage im Dezember nur ein Spiel des Verfolgers aus Aalen gegen den Tabellenführer aus Sandhausen, so war es nun – aufgrund von vier VfR-Siegen in Folge - das absolute Topspiel zwischen dem Zweiten und dem Ersten. Und es fanden – trotz der genannten Temperaturen, bei denen sogar das Bier friert, immerhin mehr als dreitausend Zuschauer den Weg in die SCHOLZ ARENA. Die allerdings sahen in der ersten Hälfte ein zerfahrenes Spiel, das erst nach dem Pausentee etwas besser wurde und den Höhepunkt dramaturgisch günstig auch erst in der letzten Viertelstunde erlebte. Denn erst das glückliche Händchen von VfR-Trainer Hasenhüttl sollte den ersten Treffer des Spiels bringen: In der 68. Minute wechselte der Coach Sauter für Cidimar ein und nur fünf Minuten später stach der Joker, indem er per Gewaltschuss das 1:0 für die Hausherren markierte. Zwar drückten die Gäste in der Schlussphase auf den Ausgleich, doch die Bemühungen waren nicht von Erfolg gekrönt. Im Gegenteil - nach einem Konter über Sauter markierte Leandro mit dem Schlusspfiff sogar noch das 2:0 für die Schwaben, die durch diesen Sieg am SV Sandhausen vorbei ziehen und erstmalig die Tabellenführung übernehmen.

       

Mit der SCHOLZ Arena verfügt der VfR Aalen seit dem Jahre 2003 über eine Spielstätte, die auch die Anforderungen für den Spielbetrieb in der zweiten Liga erfüllt. Ursprünglich 1949 unter dem Namen „VfR-Stadion im Rohrwang“ mit Holztribüne und Stehwall als Gegentribüne eingeweiht, wurde es 1988 in „Städtisches Waldstadion Aalen“ umbenannt und zwischen 2001 und 2003 umfangreich umgebaut. So erhielt das heute 11.183 Zuschauer fassende Stadion zwei moderne überdachte Sitztribünen mit 764 und 4.009 Plätzen, insgesamt 6.400 Stehplätze (wobei sich das Gros davon auf der imposanten, aber nicht überdachten Stehtribüne West befindet), 10 Plätze für Rollstuhlfahrer, eine fernsehgerechte Flutlichtanlage mit 1.000 Lux, eine Rasenheizung und eine Videowand. Zudem entstanden ein großer VIP-Bereich, neue Kioske und ein neuer Eingangsbereich. Die Kosten für die Umbaumaßnahmen beliefen sich dabei auf knapp 13 Millionen Euro. Und seit Kurzem gibt es für die traditionell auf der Stehtribüne Ost beheimateten VfR-Fans eine kleine überdachte Zusatztribüne, die mit dem Spiel gegen Jahn Regensburg im Januar 2012 eingeweiht wurde.

Und noch ein kleiner Exkurs für Nichtschwaben zum Thema „Alb“. Die von der schwäbischen Alb kommenden Schwaben werden im Ländle ähnlich wie die Ostfriesen behandelt, was sich zum Beispiel häufig in folgender Frage wieder spiegelt: Welches sind die drei schlimmsten Krankheiten? Cholera, Lepra, von-dr-Alb-ra...

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