28.02.2012: Kickers Offenbach – SV Darmstadt 98 - 8 : 7 i.E. (0 : 0, 0 : 0)

Sparda-Bank-Hessen-Stadion, Bieberer Straße 282, 63071 Offenbach am Main

Tore: Fehlanzeige nach regulärer Spielzeit und Verlängerung

Zuschauer: 5.243

Food: Durchaus leckeres Schnitzelbrötchen an einem der Kioske unter der neuen Waldemar-Klein-Tribüne. Allerdings nicht zu vergleichen mit den Brat- oder Rindswürsten an den alten Buden vor dem Umbau.

   

Im Viertelfinale des diesjährigen Hessenpokals kamen die Zuschauer heute auf dem Bieberer Berg in den Genuss des kompletten Pokal-Programms. Denn im ewig jungen Derby zwischen den Ligarivalen aus Offenbach und Darmstadt gab es eigentlich alles - außer Toren: Flutlichtatmosphäre (wenn auch irgendwie ungewohnt ohne die beiden alten Flutlichtmasten), etwas mehr als fünftausend Zuschauer (davon sicherlich ein Viertel aus Darmstadt), eine hervorragende Stimmung in den Fanblöcken, Torchancen auf beiden Seiten und das Ganze gepaart mit den typischen Nickeligkeiten eines Derbies. Und am Ende setzten sich die Kickers nach torlosen 120 Minuten glücklich im Elfmeterschießen mit 8:7 gegen die Lilien durch. Den entscheidenden Strafstoß verwandelte dabei Stefano Cincotta ausgerechnet am Tag seines 21. Geburtstags. Coole Sache - zumindest für ihn und die Kickers...

       

Das Stadion am Bieberer Berg (oder besser die heutige Baustelle namens „Sparda-Bank-Hessen-Stadion“), früher schon von Weitem an seiner imposanten, inzwischen leider abgebauten Zwei-Masten-Flutlichtanlage zu erkennen, wurde im Jahre 1921 anstelle des ehemaligen Exerzierplatzes auf der gleichnamigen Anhöhe errichtet. Die erste Haupttribüne aus Holz fasste damals 1.200 Zuschauer. Es dauerte allerdings noch bis 1949, ehe man den Schlackeplatz gegen den ersten Rasen tauschte und der eigentliche Ausbau zum Stadion begann: Im Jahre 1952 wurde gegenüber der alten Haupttribüne eine überdachte Stehtribüne, die im letzten Jahr abgerissene „Waldemar-Klein-Tribüne“, errichtet. Die erste Flutlichtanlage mit vier Masten wurde 1956 eingeweiht und bereits 1959 wieder demontiert. 1962 wurde die alte Holzkonstruktion durch eine neue Haupttribüne ersetzt, 1968 folgte der Bau einer Stahlrohrtribüne und der schon genannten Zwei-Masten-Flutlichtanlage. Es entstand dann 1973 als letztes der Neubau der Südosttribüne (auch als „Henninger-Tribüne“ bezeichnet). Trotz diverser kleinerer Umbau- und Sanierungsmaßnahmen in den Jahren danach betrug das Fassungsvermögen bis zum Februar 2011 rund 24.000 Plätze (6.500 überdachte Sitz-, 10.000 überdachte Steh-, sowie 7.500 nicht überdachte Stehplätze), wobei das DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Nürnberg im Januar 2011 wohl vorläufig die letzte volle Hütte gewesen sein dürfte. Denn seit März 2011 wurde und wird hier nun fleißig gebaut und bis zur Sommerpause 2012 entsteht ein komplett neues Stadion – das „Sparda-Bank-Hessen-Stadion“. Es wird eine Kapazität von 20.500 Plätzen (10.100 Steh- und rund 10.400 Sitzplätze) besitzen, die sich auf vier Tribünen verteilen. Die Ecken bleiben offen, die OFC-Fans behalten ihre angestammten Stehplätze auf der neuen „Waldemar-Klein-Tribüne“, mindestens einer der beiden Flutlichtmasten, die legendären Block-Schilder, die Comicwand unter der Osttribüne und viele andere Memorabilien des alten Stadions sollen in den Neubau integriert werden. Und vieles hat sich auch schon verändert. So sind die ehemalige Haupt-, die alte „Waldemar-Klein-Tribüne“ und die alte Stahlrohrtribüne abgerissen, an deren Stelle drei neue Tribünen errichtet und bereits zur Benutzung freigegeben worden. Aktuell entsteht im letzten Bauabschnitt der Neubau der Südosttribüne.

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