17.03.2012: TSV Rotation Dresden 1990 - SpVgg. Dresden-Löbtau - 2 : 0 (1 : 0)

Stadion Eisenberger Straße, Eisenberger Straße 1a, 01127 Dresden

Tore: 1:0 Norbert Pach (12.), 2:0 Erik Wernicke (89.)

Zuschauer: 30

Food: Nach dem üppigen Mahl in Ústí nad Labem blieb es hier ausschließlich bei flüssiger Nahrung...

     

Von Ústí aus ging es, nach einem kurzen Zwischenstopp an einer Filiale der englischen Supermarktkette Tesco und dem Füllen des Kofferraums mit mehrheitlich flüssigen Einkäufen, zügig wieder zurück nach Dresden. Denn dort stand bereits für 14:00 Uhr die nächste Partie auf dem Programm. Im altehrwürdigen Stadion Eisenberger Straße empfing dabei die TSV Rotation Dresden 1990 in der Kreisoberliga Dresden die SpVgg. Dresden-Löbtau. Die Hausherren – trotz dreier Niederlagen in Serie immer noch im gesicherten Mittelfeld – legten dabei los wie die Feuerwehr und gingen bereits nach 12 Minuten mit 1:0 in Führung. Danach allerdings verlor man mehr oder weniger den Faden, profitierte jedoch in der Folgezeit von der Harmlosigkeit der Gäste (diese hatten übrigens ihrerseits zuvor drei Spiele in Folge gewinnen können). Erst nach dem Seitenwechsel nahm die Partie langsam an Fahrt auf und entwickelte sich bis Schlusspfiff doch tatsächlich noch zu einem richtigen Krimi mit dem glücklicheren Ende für die Gastgeber. Denn die Rotationer nutzten in der 89. Minute durch Erik Wernicke einen krassen Torwartfehler der Löbtauer und entschieden die Partie mit dem 2:0 endgültig zu ihren Gunsten.

       

Direkt an der Elbe, nur wenige Minuten Fußweg vom Bahnhof Dresden-Neustadt entfernt, liegt die Heimat der TSV Rotation Dresden – das 1933 auf einem von der Allianz-Versicherung angelegten Sportplatz entstandene Stadion Eisenberger Straße, zwischenzeitlich auch Paul-Gruner-Stadion (nach einem Dresdner Antifaschisten) genannt. Hier trug in den fünfziger Jahren der Vorgänger der heutigen Rotationer – die BSG Rotation Dresden (entstanden 1950 aus der Fusion der SG Mickten und des Sachsenverlages Dresden) – ihre Heimspiele in der damaligen DDR-Oberliga aus. Ziemlich versteckt gelegen und nur über eine kleine Stichstraße zu erreichen, fristet die gepflegte Anlage heute ein Schattendasein. Und das, obwohl sie doch Einiges zu bieten hat. So springt einem schon beim Betreten der Anlage die breite Aufgangstreppe zur Südkurve ins Auge. Zur Rechten findet man dann das nach dem Elbe-Hochwasser im August 2002 komplett renovierte Vereinsheim mit den Umkleiden und dem Restaurant mit seiner Terrasse im 1. Geschoss. Die beiden Kurven bieten jeweils bis zu 10 Stufen, die Gegengerade muss mit 3 Stufen auskommen und sogar vor dem Vereinsheim finden sich einige Stehplätze. Insgesamt wird die tolle Anlage damit heute ein Fassungsvermögen von 4.000 Plätzen besitzen, was allerdings kein Vergleich zu früheren Zeiten ist. Der Zuschauerrekord für die Ewigkeit liegt nämlich bei stolzen 18.000 Zuschauern, aufgestellt im Jahre 1950 beim Spiel der BSG Rotation gegen Chemie Leipzig.

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