25.04.2012: SV Wiesbaden 1899 - FSV Schröck 1921 - 1 : 0 (1 : 0)

Helmut-Schön-Sportpark – Nebenplatz (KR), Wettiner Straße 4, 65189 Wiesbaden

Tore: 1:0 Manuel Haber (20.)

Zuschauer: 100

Food: Fehlanzeige...

       

Voller Vorfreude ging es an diesem Abend mit der S-Bahn von Frankfurt nach Wiesbaden, um endlich auch der Heimspielstätte des SV Wiesbaden 1899 (immerhin mehrere Jahrzehnte im hochklassigen Amateurfußball vertreten, bevor es im Jahre 1994 aufgrund großer Finanzprobleme und eines Insolvenzverfahrens einen kompletten Neuanfang in der untersten Spielklasse gab) einen Besuch abzustatten. Zu meiner Enttäuschung jedoch fand das Spiel nur auf dem Nebenplatz statt und so lag der Fokus mehr auf dem für die beiden aktuell auf einem Abstiegsplatz rangierenden Teams wegweisenden Match. Diese durchaus spannende, aber nicht wirklich gute Partie gewannen die Gastgeber letztlich mit viel Dusel 1:0 und klettern zumindest für den Moment auf den Relegationsplatz in der Verbandsliga Hessen-Mitte. Gegen das noch schlechter platzierte Team des Aufsteigers FSV Schröck wirkten die Wiesbadener dabei jedoch lange übernervös und gehemmt, nutzen aber im Gegensatz zu den gleichwertigen Gästen eine von zwei guten Chancen zum Tor des Abends und gleichzeitig zum zehnten Saisonsieg. Manuel Haber bugsierte dabei einen von Pierre Massfeller getretenen Freistoß ins lange Eck und sorgte so bereits nach 21 Minuten für die frühe Entscheidung. Ob man mit der heutigen Leistung auch am kommenden Wochenende gegen den Hessenpokalfinalist FC Ederbergland eine Chance hat, ist allerdings eher fragwürdig...

       

Der Helmut-Schön-Sportpark – vielen wahrscheinlich eher unter dem Namen Stadion an der Berliner Straße bekannt – ist die älteste und traditionsreichste Spielstätte in der hessischen Landeshauptstadt. Im Mittelpunkt steht das bereits 1907 durch den SV Wiesbaden errichtete Stadion mit seiner im Jahre 2008 renovierten Tribüne (unter anderem erhielt sie ein komplett neues Dach), den nicht überdachten Sitzplätzen auf der Gegengeraden, den beiden ausgebauten Kurven und seinen schon vom Bahnhof aus erkennbaren vier Flutlichtmasten. Hauptnutzer des aktuell immer noch rund 11.000 Zuschauer fassenden Stadions sind scheinbar leider inzwischen nicht mehr die Fußballer, sondern die Leichtathleten. Die Fußballer des SV Wiesbaden 1899 spielen heute daher auch auf dem modernen Kunstrasenplatz etwas oberhalb des Stadions. Dieser entstand ebenfalls im Jahre 2008, im Zuge des Baus der nahe gelegenen Brita-Arena des SV Wehen-Wiesbaden, dem die ursprünglichen Nebenplätze zum Opfer fielen. Der Platz besitzt zumindest auf einer Längsseite einige Stufen und eine schummrige Flutlichtanlage mit 4 Masten. Komplett verzichtet man hier allerdings heute auf ein gastronomisches Angebot, so dass man selbst für ein Bier quer über das Gelände zurück zur Tribüne des Stadions pilgern muss. Die Umbenennung der Anlage zum Andenken an den ehemaligen Bundestrainer Helmut Schön erfolgte übrigens im Jahre 2009. Gleichzeitig erhielt der Haupteingang mit seinen Kassenhäuschen auch den markanten Schriftzug mit dem neuen Namen.

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