13.05.2012: SG Pestalozzidorf Oberlohberg - FSV Duisburg II - 3 : 1 (2 : 0)

Bezirkssportanlage Gärtnerstraße, Gärtnerstr. 115, 46539 Dinslaken

Tore: 1:0 Suchy (36.), 2:0 Peci (42.), 2:1 Yilmaz (50.), 3:1 Badke (80.)

Zuschauer: 40

Food: Standardmenu – eine durchaus genießbare Bratwurst im Brötchen, dazu ein Pils

     

Nach rund 2 Wochen zeitlich bedingter Auszeit ging es an diesem Sonntagnachmittag zu einem Club, dessen Name allein schon die Neugier weckt – der Sportgemeinschaft Pestalozzidorf Oberlohberg. Gegründet wurde die SGP im Jahre 1957 durch Bewohner und Förderer des gleichnamigen Jugendfamiliendorfes, welches mit familienähnlichen Strukturen und besonderen pädagogischen Angeboten hauptsächlich Lehrlingen aus dem Bergbau eine bessere Bleibe bot, als dies bis dahin in den typischen Lehrlingswohnheimen der Fall war. Allerdings war der sportliche Erfolg der ersten Mannschaft eher mäßig und die höchste Spielklasse war bisher die Bezirksliga, an deren Tür man in dieser Saison mal wieder anklopft. Allerdings beträgt der Abstand der ersten vier Teams – darunter auch die Lokalrivalen VfB Lohberg und RWS Lohberg – gerade einmal fünf Punkte und so versprechen die letzten Spieltage einiges an Spannung. Heute trafen die Hausherren dabei auf die zweite Mannschaft des FSV Duisburg und bei hochsommerlichen Temperaturen wurde man der Favoritenrolle absolut gerecht und siegte in einem typischen Kreisligaspiel (mit teilweise merkwürdigen Schiedsrichterentscheidungen, Hektik und Rudelbildung) am Ende verdient mit 3:1. Den schönsten Treffer des Tages allerdings erzielten die Gäste mit einem direkt verwandelten Freistoß aus knapp 25 Metern. Da zeitgleich der aktuelle Tabellenführer RWS Lohberg bei der DJK Vierlinden eine 2:7-Klatsche bezog, übernehmen die Gastgeber vorerst sogar wieder mit zwei Punkten Vorsprung die Tabellenführung.

       

Die Bezirkssportanlage Gärtnerstraße in Dinslaken-Oberlohberg – erbaut im Jahre 1958 inmitten eines Waldgebietes – bietet einen durchaus ansehnlichen Ausbau für die Kreisliga A und verfügt immerhin über eine komplett ausgebaute Längsseite mit 10 Stufen sowie ein Fassungsvermögen von rund 3.000 Plätzen. Gespielt wird seit 1989 auf einem gepflegten Naturrasen (vorher Asche), eine Flutlichtanlage besitzt der Platz allerdings nicht. Neben dem Vereinsheim ist sicherlich noch der Uhrenturm im Bereich des Eingangs zu erwähnen. Anekdote am Rande: Ein verunglückter Torschuss traf heute den Turm mit seiner Sparkassenwerbung und zerstörte dabei eine Scheibe. O-Ton eines Opas: „Und datt nach zwanzig Jahren…“ Gut gefüllt war die ansehnliche Anlage bisher allerdings nur bei den Lohberger Derbys, im DFB-Pokal der Saison 1963/64, als man Werder Bremen mit 3:4 unterlag und beim Gastspiel von Rot-Weiss Essen zum 50-jährigen Vereinsjubiläum im Jahre 2007. Als Ausweichplatz steht dem Verein übrigens noch ein Hartplatz mit Flutlicht zur Verfügung.

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