26.02.2013: Offenbacher FC Kickers – VfL Wolfsburg - 1 : 2 (0 : 0)

Sparda-Bank-Hessen-Stadion, Bieberer Straße 282, 63071 Offenbach am Main

Tore: 0:1 Olic (49.), 0:2 Dost (71.), 1:2 Stadel (81.)

Zuschauer: 18.700

Food: Heute keine Paprikawurst, sondern schon vor dem Spiel einen leckeren Flammkuchen im „Le Belge“, einem belgischen Restaurant und Bierhaus am Markplatz in Offenbach.

     

In einem unterhaltsamen Pokalfight verpassten die Kickers an diesem Abend eine weitere Sensation und schieden (nach Siegen gegen Greuther Fürth, Union Berlin und Fortuna Düsseldorf) gegen den VfL Wolfsburg aus dem diesjährigen DFB-Pokal aus. Dabei taten sich die überlegenen Gäste speziell in der ersten Hälfte mehr als schwer, wähnten sich dann nach zwei Treffern schon auf der Siegerstraße und mussten dann nach dem Anschlusstreffer, der nie aufsteckenden Offenbacher, doch noch bis zum Schluss zittern. Der VfL trifft nun im Halbfinale bei Bayern München an, die Kickers können sich ganz auf die finanziellen Probleme und den Klassenerhalt in der dritten Liga konzentrieren.

Das Stadion am Bieberer Berg, früher schon von Weitem an seiner imposanten, inzwischen leider abgebauten Zwei-Masten-Flutlichtanlage zu erkennen, wurde im Jahre 1921 anstelle des ehemaligen Exerzierplatzes auf der gleichnamigen Anhöhe errichtet. Die erste Haupttribüne aus Holz fasste damals 1.200 Zuschauer. Es dauerte allerdings noch bis 1949, ehe man den Schlackeplatz gegen den ersten Rasen tauschte und der eigentliche Ausbau zum Stadion begann: Im Jahre 1952 wurde gegenüber der alten Haupttribüne eine überdachte Stehtribüne, die im letzten Jahr abgerissene „Waldemar-Klein-Tribüne“, errichtet. Die erste Flutlichtanlage mit vier Masten wurde 1956 eingeweiht und bereits 1959 wieder demontiert. 1962 wurde die alte Holzkonstruktion durch eine neue Haupttribüne ersetzt, 1968 folgte der Bau einer Stahlrohrtribüne und der schon genannten Zwei-Masten-Flutlichtanlage. Als letztes entstand dann 1973 die Südosttribüne (auch als „Henninger-Tribüne“ bezeichnet). Trotz diverser kleinerer Umbau- und Sanierungsmaßnahmen in den Jahren danach betrug das Fassungsvermögen bis zum Februar 2011 rund 24.000 Plätze (6.500 überdachte Sitz-, 10.000 überdachte Steh- sowie 7.500 nicht überdachte Stehplätze), wobei das DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Nürnberg im Januar 2011 die letzte volle „alte“ Hütte war. Ab März 2011 wurde nämlich fleißig gebaut und bis zur Sommerpause 2012 entstand im laufenden Spielbetrieb ein komplett neues Stadion - das „Sparda-Bank-Hessen-Stadion“. Es besitzt eine maximale Kapazität von 20.500 Plätzen (10.100 Steh- und rund 10.400 Sitzplätze), die sich auf vier Tribünen verteilen. Die Ecken sind offen, die OFC-Fans haben auch weiterhin ihre angestammten Stehplätze auf der Gegengeraden, der neuen „Waldemar-Klein-Tribüne“ und auch einer der beiden Flutlichtmasten, die legendären Block-Schilder, die Comicwand unter der Osttribüne und viele andere Memorabilien des alten Stadions sollen nach und nach in den Neubau integriert werden. Insgesamt eine durchaus gelungene Transformation der Tradition in die Moderne...

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