21.12.2013: 1. FC Nürnberg – FC Schalke 04 - 0 : 0

Grundig Stadion, Max-Morlock-Platz 1, 90480 Nürnberg

Tore: Absolute Mangelware

Zuschauer: 42.687

Food: Eine leckere Brezel mit Glühwein

     

Auch im letzten Spiel des Jahres konnte das Team von Jens Keller die Erwartungen nicht erfüllen und nahm am Ende eher schmeichelhaft einen Punkt beim Club aus Nürnberg mit. Und das, obwohl die Gastgeber über 90 Minuten spielbestimmend waren und sich ein klares Chancenplus mit vielen hochkarätigen Möglichkeiten herausarbeiten konnten. Die Knappen treten auf der Stelle, der Club überwintert nach diesem Remis auf einem Abstiegsplatz und ist zudem die erste Bundesliga-Mannschaft, die eine Hinrunde ohne einen einzigen Sieg beendet. Eigentlich kann es für beide Teams in der Rückrunde nur besser werden...

       

Das heutige Grundig Stadion (von 2006 bis 30. Juni 2012 easyCredit-Stadion) kann auf eine mehr als interessante Geschichte zurückblicken: In nur drei Jahren Bauzeit entstand das "Städtische Stadion" nach einem Entwurf des Architekten Otto Ernst Schweizer bis 1928 als Teil eines neu konzipierten Sport- und Freizeitparks südlich des Dutzendteichs. Das damalige Fassungsvermögen betrug bei der Eröffnung 50.000 Zuschauer. Während der NS-Reichsparteitage Schauplatz des Tages der Hitlerjugend und nach 1945 zunächst durch die US-Armee als Sportarena genutzt, ist es seit 1962 die Heimat des 1. FC Nürnberg und Austragungsort für Bundesligaspiele. Das Stadion erhielt in diesem Zusammenhang eine Flutlichtanlage und die Kapazität stieg durch zusätzliche Stahlrohrtribünen auf 56.500 Zuschauer. Ab 1987 folgte dann eine Generalsanierung und Renovierung. Ursprünglich war dabei eine Erhaltung der von 1928 stammenden Sitztribüne geplant, diese stürzte jedoch während der Bauarbeiten ein. So wurden nur die verbliebenen Teile der alten Tribüne - die Fassade im Bauhaus-Stil und die markanten Seitenwände - in den Neubau integriert und erklären heute die beiden Lücken, die sich links und rechts der Haupttribüne auftun. Alle anderen Tribünen des Stadions wurden unter Beibehaltung der charakteristischen 8-eckigen Form der Arena neu erbaut. Das nun 53.000 Zuschauer fassende Stadion erhielt zugleich den Namen "Frankenstadion". Die letzten Umbaumaßnahmen erfolgten dann von 2002 bis 2005, um das Stadion für die FIFA WM 2006 herzurichten. Seitdem sind auch alle Schalensitze in Rot gehalten und das Fassungsvermögen bei Ligaspielen beträgt nun 46.780 Plätze (38.980 Sitz- und 7.800 Stehplätze). Der 1. FC Nürnberg hat übrigens als erster Verein in der Bundesliga die Zuschauerblöcke im Stadion nach verdienten Spielern benannt. Große Infotafeln weisen in allen 35 Blöcken auf ihre berühmten Namensgeber hin. So trägt nun beispielsweise der Block 8 den Namen des großen "Max Morlock", der 1954 mit Deutschland Weltmeister wurde und mit dem FCN zwei Meistertitel holte.

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