22.12.2013: SpVgg. Greuther Fürth – VfR Aalen – 1 : 0 (0 : 0)

Trolli ARENA, Laubenweg 60, 90765 Fürth

Tore: 1:0 Niclas Füllkrug (60.)

Zuschauer: 10.170

Food: Ein hervorragendes, gut gewürztes Steak im Brötchen

     

Für das letzte Match des Jahres ging es - vor der Rückfahrt nach Wattenscheid – noch schnell mal eben mit der S-Bahn in die Nürnberger Westvorstadt – kurz Fürth genannt. Hier empfing die Spielvereinigung Greuther Fürth am 19. Spieltag der 2. Bundesliga den VfR Aalen. Und wer hier ein klare Angelegenheit für den Tabellenzweiten erwartet hatte, der sah sich getäuscht. Denn die Gäste von der schwäbischen Alb hielten in einem zerfahrenen Spiel lange Zeit gut mit und mussten sich am Ende gerade einmal mit dem knappsten aller Ergebnisse geschlagen geben. Die Fürther überwintern somit auf einem Aufstiegsplatz und ließen sich nach dem Spiel sogar noch zum Singen von Weihnachtsliedern bewegen...

       

Der Sportpark Ronhof befindet sich im gleichnamigen Fürther Stadtteil Ronhof in der Nähe der A73 und wurde am 11. September 1910 mit einem Spiel gegen den amtierenden Deutschen Meister Karlsruher FV eingeweiht. Nach dem ersten Weltkrieg wurde der Sportpark umfangreich ausgebaut und war um 1920 das größte Sportgelände des Deutschen Reiches. Und auch nach der Eingemeindung Ronhofs nach Fürth ging der Ausbau weiter. So wurden die Stehwälle weiter aufgeschüttet, die bestehende Holztribüne erweitert und die Kapazität stieg bis zum Ende der 30er Jahre auf über 30.000 Plätze. Den zweiten Weltkrieg hätte der Ronhof fast unbeschadet überstanden, wäre nicht in den letzten Kriegstagen die aus Holz gebaute Tribüne nach einem Brandbombentreffer in Flammen aufgegangen. Ersetzt wurde sie aber bereits im Jahre 1950 durch eine neue Haupttribüne, die auch heute noch das Bild des Stadions prägt. Aus dieser Zeit stammt auch der Zuschauerrekord von 32.000 Zuschauern, aufgestellt am 03.02.1952 gegen den 1. FC Nürnberg. Durch den sportlichen Niedergang der Spielvereinigung in den folgenden Jahrzehnten verfiel der Ronhof dann aber immer mehr und im Jahre 1983 erfolgte sogar der Verkauf an den Spielwarenfabrikanten Horst Brandstätter (Playmobil). Erst 1996 kam durch den Zusammenschluss mit dem TSV Vestenbergsgreuth neues Leben in den Ronhof. Und noch während der ersten gemeinsamen Spielzeit als SpVgg Greuther Fürth (1996/97) wurde der erste Umbau in Abgriff genommen. 1999 wurde die Südkurve errichtet und, erstmals in der Geschichte des Ronhofs, ein Flutlicht installiert. Es folgten Maßnahmen wie die schrittweise Renovierung der Innenräume der Tribüne und das Absenken des Platzes mit gleichzeitiger Installierung einer Rasenheizung (2007). Im Jahr 2008 wurde ein Dach für die Nordkurve und das neue Gebäude „VIP-Nord“ errichtet und seit der Saison 2010/2011 heißt der Ronhof nun „Trolli ARENA“. Zuletzt wurde zu Beginn der Saison 2012/13 die Südkurve umgebaut: Innerhalb von sechs Wochen wurden die bestehenden Sitzplätze demontiert und eine feste neue Stahlkonstruktion inklusive Dach errichtet. Die neue Tribüne bietet nun 3.000 weitere Sitzplätze und wurde am 25. August mit dem Spiel gegen den FC Bayern München eingeweiht. Das Fassungsvermögen der Spielstätte beträgt damit statt der zuletzt 15.200 nun rund 18.000 Zuschauer (9.500 Sitz- und 8.500 Stehplätze). Insgesamt präsentiert sich der Ronhof somit heute als ziemlich verbautes Stadion, aber mit viel Charme und einer sehr guten Atmosphäre.

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