19.04.2014: Philadelphia Union – Houston Dynamo - 0 : 0

PPL Park, 1 Stadium Drive, Chester, Pennsylvania 19013 (US)

Tore: Fehlanzeige

Zuschauer: 17.301

Food: Egal ob Hot Dog, Burger oder Pommes – alles mindestens eine Klasse besser als einige Tage vorher bei den New York Red Bulls.

     

Am letzten Tag einer viel zu kurzen Woche stand mit dem Spiel Philadelphia Union gegen Houston Dynamo nicht nur ein weiteres Highlight auf dem Programm, sondern auch ein Tagestrip, der es in sich hatte. Bereits früh am Morgen ging es daher mit dem Bus von Jersey City rüber nach New York und dann weiter mit dem Zug der NJ Transit bis Trenton. Dort hieß es Umsteigen in einen Zug der SEPTA (Southeastern Pennsylvania Transportation Authority), der uns direkt in die City von Philadelphia brachte. Hier stand natürlich der Besuch der Independence Hall auf dem Programm, wobei weder Nicolas Cage, noch ein Tempelritter gesichtet wurden. Nach nur zwei Stunden ging es dann auch schon wieder weiter Richtung Chester, einer ziemlich heruntergekommenen Stadt im Süden von Philadelphia und dem Ziel der heutigen Tour. Die letzten Meter ging es dann noch per Shuttle bis zum PPL Park am Ufer des Delaware Rivers.

       

In einem intensiven und hochinteressanten Spiel trennten sich hier im PPL Park die beiden Teams aus Philadelphia und Houston am Ende schiedlich friedlich mit 0:0, obwohl dieses Match durchaus auch ein 2:2 oder 3:3 verdient gehabt hätte. Vor knapp 17.000 Zuschauern ging es dabei besonders in der zweiten Hälfte hin und her, für beide Teams ergaben sich zahlreiche Torchancen und die Gastgeber konnten selbst den Vorteil der Überzahl in den letzten zehn Minuten nicht nutzen, nachdem Kofi Sarkodie bei den Gästen wegen Zeitspiels die gelb-rote Karte gesehen hatte (übrigens werden die Verwarnungen hier auch durch den Stadionsprecher verkündet). Besonders bemerkenswert auch hier die gute Stimmung während des Spiels, speziell aus dem Heimblock mit dem coolen Namen „River End“.

       

Der PPL Park, direkt am Delaware River an der südwestlichen Ecke der Commodore Barry Bridge gelegen, ist seit dem Jahre 2010 die Heimat des Major League Soccer Teams Philadelphia Union. Benannt ist das Stadion seit Anfang 2010 nach dem Unternehmen Pennsylvania Power and Light und bietet bei Fußballspielen Sitzplätze für insgesamt 18.500 Zuschauer. Bereits von außen weiß der PPL Park mit seinen weißen Dachkonstruktionen und der Außenfassade aus Back- und Natursteinen zu gefallen. Und im Stadion ist besonders der Blick auf die Commodore Barry Bridge imposant. Für die „Sons of Ben“, die Fangruppierung des Clubs, wurde ein spezieller Eingang kreiert. Dieser Eingang führt direkt in den Bereich, wo sich die „Sons“ während der Heimspiele von Union aufhalten. Konzipiert ist dieser Block für knapp 2.000 Zuschauer. Zudem gibt es 30 VIP-Logen, ein Restaurant, eine ausfahrbare Konzertbühne und eine große Videowand hinter einem der Tore. Und die Flutlichtanlage ist hier, wie heute üblich, in die Dachkonstruktion integriert. Fazit – mit Abstand das schönste und baulich interessanteste Stadion auf dieser Reise.

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