04.05.2014: K. Lyra TSV – Racing Club Hades - 1 : 2 (0 : 0)

Lyra Stadion, Mechelsesteenweg 34/1, 2500 Lier (BE)

Tore: 1:0 Ory (45.), 1:1 Ponet (67.), 1:2 Maes (76.)

Zuschauer: 1.500

Food: Nach dem Spiel stand der schon obligatorische Frituur-Besuch auf dem Programm. Mit Fritten, Schaschlik und Wurst – lecker...

       

Am heutigen Sonntag galt es Abschied zu nehmen. Abschied vom Lyra Stadion, einem der ältesten Bauwerke der belgischen Fußballgeschichte und seit nunmehr 102 Jahren die Heimat der Koninklijke Lyra Turn- en Sportvereniging. Aber auch hier hat sich der Kommerz durchgesetzt und dieses Juwel wird bald schon 120 Wohnungen und 183 Tiefgaragenplätzen weichen. Welch eine Schande!

       

Das Spiel stand natürlich vor allem im Schatten der Stadion-Verabschiedung, wobei es auch für beide Mannschaften um nicht mehr viel ging. Der RC Hades hatte sich als Tabellenzweiter hinter dem Meister und direkten Aufsteiger KVK Tienen schon vorzeitig für die Play Offs qualifiziert, der K. Lyra TSV hatte sich auch schon vor dem letzten Spieltag aller Abstiegssorgen entledigt. Und so sahen die Zuschauer einen eher müden Sommerkick, in dem die Gastgeber kurz vor dem Pausenpfiff in Führung gingen, diese aber in der zweiten Hälfte noch recht fahrlässig verspielten.

       

Im Mittelpunkt des bereits im Jahre 1912 erbauten Lyra Stadions steht (oder besser stand) die wunderschöne Haupttribüne mit ihren rund 1.500 Sitzplätzen. Der mittlere Teil dieser Tribüne entstand bereits im Jahre 1922, wurde später nach links und rechts erweitert und mit einem Giebeldach nach englischem Vorbild überbaut. Hier finden sich auch zahlreiche Relikte wie der Grundstein, Informationen zum Baumeister und Memorabilien, die man am liebsten einpacken würde. Die hohen Stehtraversen hinter einem Tor entstanden im Jahre 1935 und machen heute den Eindruck, als würden sie nur noch von den Moniereisen zusammengehalten. Hinter dem zweiten Tor befindet sich eine typisch belgische Kantine, die erhöht errichtet auch gleichzeitig einen Unterstand für die Zuschauer bietet. Die vierte Seite, heute schon mit einem Bauzaun versehen, war nie ausgebaut und wurde früher mit Werbeflächen gefüllt. Und natürlich findet sich hier auch eine Anzeigetafel, die aber sicherlich schon länger nicht mehr genutzt wurde. Insgesamt betrug das Fassungsvermögen dieser herrlichen Anlage zuletzt rund 5.000 Zuschauer.

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