04.10.2014: KFC Uerdingen 05 - SG Wattenscheid 09 – 1 : 3 (0 : 2)

Grotenburg-Stadion, Tiergartenstraße 165, 47800 Krefeld

Tore: 0:1 Taskin (11.), 0:2 Kaplan (34.), 1:2 Weiler (57.), 1:3 Avci (73.)

Zuschauer: 2.034

Food: Eine recht ordentliche Bratwurst im Brötchen

       

Endlich scheint es bei der SG Wattenscheid 09 zu laufen! Nach dem Dreier in Siegen vor einer Woche konnte die Sportgemeinschaft auch beim KFC Uerdingen 05 einen Sieg landen und steht nun mit 10 Punkten auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Die Tore für die Sportgemeinschaft erzielten Eren Taskin, Burak Kaplan per Freistoß und Ridvan Avci. Und am Ende kam sogar zum ersten Mal seit langem wieder so etwas wie Stimmung auf.

Das heutige Grotenburg-Stadion wurde am 17. September 1927 unter dem Namen „Grotenburg-Kampfbahn“ eröffnet, zum ständigen Schauplatz von Fußballspielen wurde es aber erst ab der Saison 1963/64, als der TSV Duisburg 48/99 in der Fußball-Regionalliga nach Krefeld auswich. 1971 schaffte Bayer 05 Uerdingen den Aufstieg in die Regionalliga-West - die damals zweithöchste deutsche Spielklasse. Um der erhofften Zuschauernachfrage gerecht zu werden, erfolgte der Umzug vom Stadion am Löschenhofweg im Stadtteil Uerdingen in die Grotenburg-Kampfbahn in Krefeld-Bockum. Mit dem Umzug der Uerdinger begann dann der etappenweise Umbau in ein reines Fußballstadion. 1975 wurde die neue Haupttribüne im Süden mit 4.000 Sitzplätzen und vorgelagerten 3.500 überdachten Stehplätzen eingeweiht. 1976 erfolgte die Errichtung der vom DFB geforderten Flutlichtanlage mit finanzieller Unterstützung der Bayer AG. 1979 wurde die obere Westkurve um weitere 6.000 Stehplätze erweitert. Im Jahre 1986 musste dann die alte Tribüne auf der Nordseite weichen, das Spielfeld wurde an die Südtribüne verlegt und die heutige Nordtribüne als reine Sitzplatztribüne mit 6.000 Sitzplätzen errichtet. Gleichzeitig erfolgte der Abriss der alten “Zookurve” (Ostkurve) und der Bau einer neuen, nun direkt hinter dem Tor stehenden Stehplatztribüne. Mit dem Verlust der Leichtathletikbahn wurde dann auch der Name des Stadions von “Grotenburg-Kampfbahn” in “Grotenburg-Stadion” geändert. Einzig die letzten beiden Schritte – die Überdachung der Ostkurve und der Neubau der Westkurve – wurden, bedingt durch den finanziellen Ausstieg der Bayer AG und dem folgenden sportlichen Abstieg der Uerdinger, nicht mehr realisiert. Zum letzten Mal ausverkauft war die Grotenburg übrigens am 5. November 1994 beim Bundesliga-Spiel gegen den FC Bayern München (1:1). Heute hingegen präsentiert sich das Stadion in einem jämmerlichen Zustand: Bis auf einen Teil der alten Westkurve sind alle Stehplätze aufgrund von Sicherheitsmängeln gesperrt, so dass die Gesamtkapazität aktuell auf 13.150 Zuschauer (10.000 überdachte Sitz- und 3.150 nicht überdachte Stehplätze) begrenzt ist. Zudem bröckelt der Beton an jeder Ecke, die Anzeigetafel ist außer Betrieb und zahlreiche Strahler der Flutlichtanlage funktionieren nicht. Und fast alle notwendigen Renovierungsmaßnahmen liegen auf Eis, solange über einen möglichen Neubau diskutiert wird.

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